Wie zeigt sich diese Vorbereitung konkret in der aktuellen Krankenhausplanung?
Wir haben uns sehr genau angeschaut, welche Behandlungen die Menschen in Südbrandenburg brauchen. Auf dieser Grundlage haben wir 30 Leistungsgruppen beantragt. Das Entscheidende ist: Damit können wir weiterhin vollumfänglich die Bedarfe unseres Versorgungsgebietes decken, die heute bereits da sind – und erfüllen gleichzeitig die Anforderungen an Qualität, Personal und Organisation.
Können Sie das an einem Beispiel greifbar machen?
Gern. In der Kardiologie arbeiten wir beispielsweise mit spezialisierten Fachärzten, moderner Technik und einer rund um die Uhr verfügbaren Versorgung für Herzinfarktpatienten. So ist das auch in allen anderen Bereichen. Beispielsweise im regionalen Traumazentrum und in der Gefäßchirurgie: Auch hier greifen Erfahrung, Technik und abgestimmte Abläufe ineinander. Genau diese Kombination fordert die Reform künftig ein – und darauf sind wir vorbereitet. Wir erfüllen sämtliche Qualitäts- und Personalanforderungen schon heute.
Ein zentraler Punkt Ihrer Medizin-Strategie ist die Neuordnung der Notfallversorgung. Warum ist das notwendig?
Weil Notfallversorgung Klarheit braucht. Heute erleben wir noch, dass Patienten durch das geteilte Leistungsspektrum an zwei Standorten nicht immer direkt am richtigen Ort ankommen. Im Zweifel bedeutet das: zusätzliche Wege, Zeitverlust – und eine unnötige Belastung für den Rettungsdienst. Gerade bei akut bedrohten Patienten ist das ein Risiko.
Wie konkret wollen Sie das in der Zukunft ändern?
Wir werden die Akut- und Notfallmedizin am Standort Senftenberg bündeln. Das bedeutet neben dem Umzug aller Akutbereiche auch, dass die Notaufnahmen in Senftenberg gebündelt und nicht mehr an zwei Standorten vorgehalten werden. Das ist keine leichte Entscheidung – aber eine notwendige. Denn unser Anspruch ist, dass Patienten im Notfall direkt am richtigen Ort sind und ohne Umwege weiterversorgt werden.





