Sie sprechen die Zertifizierungen an. Warum sind die so wichtig?
Zertifizierungen sind kein Selbstzweck. Eine Zertifizierung ist ein wiederholtes freiwilliges Zulassen externer Kontrollen für innerklinische Abläufe nach festgelegten Kriterien. Einen Schwerpunkt bildet dabei auch die Zusammenarbeit zwischen den Kliniken. Sie zeigen, dass wir Qualität nicht nur versprechen, sondern nach klaren Kriterien nachweisen. Und sie geben Patienten Orientierung. Für uns sind sie ein wichtiger Maßstab: Stimmen unsere Abläufe? Ist die Versorgung auf dem neuesten Stand? Arbeiten die verschiedenen Bereiche gut zusammen?
Was bedeutet das konkret für die Patienten hier in der Region?
Ganz konkret heißt das: Die Menschen können sich darauf verlassen, dass sie hier eine Versorgung auf sehr hohem Niveau bekommen. Ein Beispiel dafür ist unsere seit Jahren wiederholt re-zertifizierte Stroke Unit. Damit sind wir eines der wenigen Krankenhäuser in Südbrandenburg, das – neben der Universitätsmedizin – eine spezialisierte Schlaganfallversorgung vorhält.
Ein anderes Beispiel ist das Alterstraumazentrum. Dahinter steckt ein wichtiger Gedanke: Wir dürfen Diagnosen nicht isoliert betrachten. Insbesondere ältere Patienten brauchen eine ganzheitliche Betreuung. Es geht nicht nur um einzelne Therapien, sondern um den gesamten Behandlungsverlauf und das interdisziplinär und abteilungsübergreifend.
Was verändert sich dadurch in der täglichen Zusammenarbeit im Krankenhaus?
Wir vernetzen unsere Fachbereiche immer stärker miteinander. Ob im Wirbelsäulenzentrum oder in der Herzinsuffizienz-Schwerpunktversorgung, als regionaler Schwerpunktversorger im Traumanetzwerk oder im Endoprothetikzentrum – überall geht es darum, Medizin im Interesse der Patienten und des Behandlungserfolges zusammenzudenken. Gleichzeitig schauen wir nach vorn, etwa mit der Weiterentwicklung in Richtung Cardiac Arrest Center. Unser Anspruch ist klar: Wir wollen kontinuierlich vorankommen – nicht punktuell, sondern als System.







