Anästhesie und SchmerztherapieLeistungsspektrum

Narkose

Für jeden Patienten wird in einem ausführlichen Gespräch, in der Regel einige Tage vor dem operativen Eingriff, die für ihn passende Anästhesieform gewählt.

Regionalanästhesieverfahren ermöglichen, das zu operierende Gebiet gezielt und sicher mit Lokalanästhetika zu betäuben. Dies kann als alleiniges Verfahren erfolgen oder in Kombination mit einem leichten Dämmerschlaf oder einer Vollnarkose.

Die Kombination ermöglicht einen schmerzfreien operativen Eingriff sowie ein schnelles, schmerzfreies und angenehmes Erwachen, der Patient kehrt schnell in seinen gewohnten Rhythmus zurück.

In der Sana-Klinik Bad Wildbad werden deutlich über 90% der operativen Eingriffe unter Regionalanästhesie durchgeführt, schonend und gut verträglich für die Patienten.

Bei größeren operativen Eingriffen kommt die Maschinelle Autotransfusion zum Einsatz, bei der intraoperativ gesammeltes Blut gewaschen und dem Patienten zurückgegeben werden kann, so dass in den allermeisten Fällen keine Fremdblutgabe erforderlich wird.

Ambulante Schmerztherapie

Die ambulante Sprechstunde ist ein Angebot für Patienten mit anhaltenden chronischen Schmerzen, die trotz Behandlung der Grunderkrankung weiter bestehen.

Wie bekomme ich einen Termin in der Schmerzambulanz?

Bitte melden Sie sich telefonisch in unserer Ambulanz an. Wir senden Ihnen dann einen Patientenfragebogen zu. In dringlichen Fällen, wie z. B. der sympathischen Reflexdystrophie, bzw. Morbus Sudeck oder auch bei Tumorschmerzen bitten wir um direkte Kontaktaufnahme durch Ihren behandelnden Arzt.

Sie benötigen eine Überweisung von Ihrem behandelnden Hausarzt bzw. Orthopäden, Chirurgen, Neurologen.

Diese Schmerzformen werden von uns behandelt:

  • Schmerzen im Bewegungsapparat
  • Rückenschmerzen
  • Extremitätenschmerzen
  • Fibromyalgie
  • Nervenschmerzen: Neuropathien, Neuralgien
  • Kopfschmerzen
  • Phantomschmerzen
  • Tumorschmerzen
  • Schmerzen bei sympathischer Reflexdystrophie (M. Sudeck)

Folgende therapeutische Verfahren werden angeboten:

  • Medikamentöse Schmerztherapie
  • Therapeutische Lokal- und Leitungsanästhesie
  • Infiltrationen, Triggerpunktbehandlung
  • Sympathikusblockaden
  • Nervenblockaden rückenmarksnah und peripher
  • Transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS)
  • Betreuung implantierter Medikamentenpumpen und Portkatheter
  • Ambulante Entzugsbehandlung
  • Indikationsprüfung Neuromodulation
  • Indikationsprüfung THC
  • Botulinumtoxin
  • Lokale Capsaicinanwendung

Stationäre Akutschmerztherapie

Unser Akutschmerzdienst und unsere speziell weitergebildeten Pain Nurses auf den Stationen ermöglichen eine individuelle, an die Bedürfnisse des Patienten angepasste Akutschmerztherapie. Hierbei kommen häufig sog. kathetergestützte Verfahren („Schmerzkatheter") zum Einsatz. Ein möglichst geringes Schmerzniveau nach dem operativen Eingriff trägt zu einer frühen Mobilisierbarkeit des Patienten und damit auch zur Verbesserung des gesamten Operationsergebnisses bei. Gleichzeitig ist dies eine wichtige Voraussetzung zur Vermeidung einer Chronifizierung eines akuten operationsbedingten Schmerzes.

Die Akutschmerztherapie der Sana Kliniken Bad Wildbad wurde bereits 2010 erstmalig zertifiziert (TÜV Rheinland Qualitätsmanagement Akutschmerz) und seitdem in regelmäßigen Rezertifizierungsaudits kontinuierlich

Stationäre Therapie bei chronischen Schmerzen

Bei chronischen Schmerzen, d.h. Schmerzen die bereits seit längerer Zeit (in der Regel mehr als 6 Monate) andauern, zeigen multimodale Therapieformen oftmals die besten Behandlungsergebnisse. Hierunter versteht man eine interdisziplinäre Schmerzdiagnostik und -therapie unter Einbeziehung mehrerer Fachabteilungen und Berücksichti-gung biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren.

In den Sana Kliniken Bad Wildbad bieten wir die Möglichkeit zur Durchführung der stationären multimodalen Schmerztherapie in einem multiprofessionellen Team unter anästhesiologisch-schmerztherapeutischer Leitung.

Die Dauer der stationären Behandlung beträgt hierbei durchschnittlich ein bis drei Wochen.

Als Voraussetzungen zur stationären multimodalen Schmerz-therapie müssen mindestens drei der folgenden Kriterien zutreffen:

  • Manifeste oder drohende Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit des Patienten
  • Fehlschlag einer vorherigen unimodalen Schmerztherapie, eines schmerzbedingten operativen Eingriffs oder einer Entzugsbehandlung
  • Medikamentenabhängigkeit oder -fehlgebrauch
  • Schmerzunterhaltende psychische Begleiterkrankung
  • Gravierende körperliche Begleiterkrankung