Entzündliche GelenkerkrankungenBasistherapie

Das Ziel der antirheumatischen "Basistherapie" ist die Entzündungshemmung. Mit dem Rückgang der Entzündung bilden sich auch die zuvor genannten Entzündungssymptome zurück und langfristige Gelenkschäden werden unterbunden.

Die neueren bildgebenden Verfahren wie die Gelenksonographie und die Kernspintomographie (MRT) zeigen, dass die Rheumatoide Arthritis bereits in den ersten Wochen und Monaten Knorpel und Knochen lädieren kann. Durch Studien ist belegt, dass die ersten Krankheitsmonate prägenden Einfluss auf den weiteren Verlauf haben. Wird die immunsuppressive Therapie umgehend begonnen, ist das Risiko späterer Gelenkschäden und Funktionseinbussen deutlich geringer als bei einem verzögerten Therapiebeginn. Man kann ohne Übertreibung sagen, dass in der Frühphase der Erkrankung jeder Monat zählt.

Mit der Gelenksonographie können bereits sehr frühe entzündliche Gelenkschäden bei der Rheumatoiden Arthritis nachgewiesen werden. Die Abbildung zeigt ein Fingergrundgelenk, links der Mittelhandknochen, rechts das Fingergrundglied. Die Einkerbung im Kopf des Mittelhandknochens ist eine frühe Erosion - ein durch die Entzündung hervorgerufener Knochendefekt. Diese ca. 2 mm große Läsion war im Röntgenbild nicht sichtbar.

Gelenksonographie

Röntgenbild eines Vorfußes mit fortgeschrittenen entzündlichen Veränderungen infolge einer Rheumatoiden Arthritis.