Zusammenspiel von Wissenschaft und Praxis: Verschiedene Einrichtungen von Sana und der Universitätsmedizin Göttingen beteiligen sich an dem Projekt HOPE.

Hospital Hygiene Preventing Emissions
HOPE: Ein Forschungsprojekt zu nachhaltigen Hygienemaßnahmen
Die Sana Kliniken AG arbeitet bei dem Forschungsprojekt HOPE – „Hospital Hygiene Preventing Emissions“ mit der Universitätsmedizin Göttingen zusammen. Im Zuge dieses Projekts wird untersucht, wie infektionspräventive Hygienemaßnahmen im Krankenhaus unter Nachhaltigkeitsaspekten bewertet und weiterentwickelt werden können. Ziel ist, den Ressourcenverbrauch und die Emissionen im Krankenhaus zu reduzieren, ohne die Sicherheit der Patientinnen und Patienten zu gefährden.
Analyse von Hygienestandards im Krankenhaus
Das zentrale Ziel von HOPE besteht darin, infektionspräventive Hygienestandards im Krankenhaus systematisch zu analysieren, den ökologischen Fußabdruck zu bewerten und mögliche Modifikationen zu identifizieren, die zu einer Reduktion von Ressourcenverbrauch und Emissionen führen können.
Das Projekt kombiniert wissenschaftliche Analyse mit praktischer Umsetzung im Krankenhaus. Zunächst wurden bestehende Hygienestandards hinsichtlich ihres Ressourcenverbrauchs und ihrer möglichen Modifizierbarkeit aus hygienischer Sicht untersucht. Auf dieser Grundlage wurde vom HOPE-Team eine Bewertungsmatrix entwickelt, die Einsparpotenziale sichtbar machen und Krankenhäuser bei nachhaltigen Entscheidungen unterstützen soll.
Zu Beginn hat das Projektteam den aktuellen Stand der Forschung zu Hygienemaßnahmen und deren Umweltwirkungen recherchiert. Darauf aufbauend wurden Interviews mit Ärzten, Pflegekräften sowie Fachleuten aus Krankenhaushygiene, Nachhaltigkeitsmanagement und Wissenschaft geführt.
Bewertungsmatrix für Hygienestandards entwickelt
Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Bewertungsmatrix für Hygienestandards im Krankenhaus. In dieser Matrix werden infektionspräventive Maßnahmen sowohl hinsichtlich ihrer Klimabilanz als auch ihrer Modifizierbarkeit aus hygienischer Sicht bewertet. Die Matrix ermöglicht es, Maßnahmen zu identifizieren, die ein besonders hohes Potenzial zur Reduktion von Ressourcen und Emissionen bieten, ohne die Patientensicherheit zu gefährden. Sie stellt einen vorläufigen Zwischenstand des Projekts dar und wird im Rahmen der wissenschaftlichen Auswertung und der praktischen Interventionen weiterentwickelt.
Auf Grundlage dieser Bewertungsmatrix werden im weiteren Projektverlauf zwei Modifikationen von Hygienestandards ausgewählt und in der Praxis erprobt. Diese sogenannten Interventionen werden auf ausgewählten Stationen der beteiligten Kliniken umgesetzt und wissenschaftlich begleitet.
Mehrere Einrichtungen der Sana Kliniken AG sowie die Universitätsmedizin Göttingen beteiligen sich an der praktischen Erprobung. Die Interventionen werden in folgenden Kliniken umgesetzt:
- Sana Kliniken Duisburg
- Sana Klinikum Düsseldorf
- Sana Klinikum Offenbach
- Sana Klinik München
- Karl-Olga-Krankenhaus Stuttgart
- Regio Kliniken
- Universitätsmedizin Göttingen
Im Rahmen der Interventionen wird untersucht, wie gut sich die Maßnahmen im Klinikalltag umsetzen lassen, welche organisatorischen Herausforderungen auftreten, wie hoch die Akzeptanz bei den Mitarbeitenden ist und welche Effekte hinsichtlich Ressourcenverbrauch und Emissionen erzielt werden können.
Die Ergebnisse des Projekts sollen Krankenhäuser dabei unterstützen, Hygienemaßnahmen auch unter Aspekten der Nachhaltigkeit zu bewerten und den Ressourcenverbrauch sowie die Emissionen zu reduzieren. Damit leistet HOPE einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Gesundheitsversorgung.
Das Projekt wird durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert und durch den DLR-Projektträger betreut und läuft von April 2024 bis März 2027. Es wird von der Universitätsmedizin Göttingen als Konsortialführer koordiniert und gemeinsam mit der Sana Kliniken AG, der Procycons GmbH und dem Institut für PatientenErleben als Konsortialpartnern umgesetzt. Das Fördervolumen beträgt rund 1,42 Millionen Euro.
