Aktuelle Informationen für BesucherCoronavirus

Stuttgarter Krankenhäuser schränken Besuche zum Schutz von Patienten und Mitarbeitern stark ein

Liebe Besucher, liebe Angehörige

die Zahl der COVID19-Fälle in Deutschland steigt weiter. Ziel der Gegenmaßnahmen ist die Eindämmung und Verlangsamung der Pandemie. Dazu werden drei Maßnahmenpakete verfolgt:

1. Einhaltung von Hygieneregeln (Abstand halten, Niesetikette, Handhygiene etc.)

2. Isolation von Kontaktpersonen und Menschen nach Aufenthalt in Risikogebieten (u.a. Italien, Elsass)

3. Reduktion von Kontakten durch Absage öffentlicher Veranstaltungen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens

Die Aufgaben für Krankenhäuser sind in dieser Situation besonders. Auch wenn 80 % der Erkrankungen milde verlaufen, ist mit einer stärkeren Beanspruchung der Krankenhäuser zu rechnen. Die gemeinsamen Vorbereitungen für die Behandlung von Erkrankten sind vorrangig und laufen koordiniert.

Besonders schutzbedürftig sind während der Pandemie daher …

1. … unsere Patientinnen und Patienten, von denen viele zu den vulnerablen Personen gehören.

2. … die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kliniken, die für Versorgung von Kranken dringlich weiter benötigt werden.

Aus diesen Gründen haben sich neben den Sana Häusern auch die anderen großen Krankenhäuser in Stuttgart verständigt, Besuche in der Regel zu untersagen. Diese Regelung gilt ab Freitag, 13.03.2020.
Alle Besucher werden gebeten, diese Festlegung zum Schutz der Patienten zu beachten. In Einzelfällen (z. B. im Rahmen der Sterbebegleitung oder zur Begleitung eines erkrankten Kindes) kann nach telefonischer Klärung mit den Stationsleitungen über begründete dringende Ausnahmen entschieden werden.

 

Viele von Ihnen wenden sich mit allerlei Fragen zum neuartigen Coronavirus (das auch SARS-CoV-2 oder COVID-19 genannt wird) an unsere Krankenhäuser, da Sie verunsichert sind. Wir möchten Ihnen daher die wichtigsten bisher bekannten Fakten zu SARS-CoV-2 erläutern, und Ihnen zudem erklären, wie Sie am Besten vorgehen, wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie daran erkrankt sein könnten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat SARS-CoV-2 als weltweiten Notfall eingestuft. Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland wird derzeit vom Robert-Koch-Institut (RKI) insgesamt als hoch eingeschätzt. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region. Diese Einschätzung kann sich kurzfristig durch neue Erkenntnisse ändern.

Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht tagesaktuell die neuesten Erkenntnisse, Einschätzungen und Verhaltensregeln zu SARS-CoV-2.

Auch die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung bietet eine tagesaktuelle und gut strukturierte Übersicht.

Für alle Fragen zum Coronavirus hat zudem das Landesgesundheitsamt im Regierungspräsidium Stuttgart eine Hotline eingerichtet.

Erreichbarkeit: Montags bis sonntags zwischen 9 und 18 Uhr

Telefon: 0711/904-39555
 

Wie kann SARS-CoV-2übertragen werden?

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.  Ob SARS-CoV-2 auch über den Stuhl verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt.
 

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten.
 

Welche Symptome zeigen sich beim neuartigen Coronavirus?

Wie andere Atemwegserkrankungen kann eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu grippeähnlichen Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei den bisher hauptsächlich aus China berichteten Fällen verliefen vier von fünf Krankheitsverläufen mild.
 

Was muss ich tun, wenn ich den Verdacht habe, mich mit SARS-CoV-2infiziert zu haben?

Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das SARS-CoV-2-Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Das Gesundheitsamt wird dann alle weiteren Schritte einleiten und Sie darüber unverzüglich informieren.

Personen, die sich in einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, sollten – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Beim Auftreten von akuten Symptomen, die auf eine Atemwegserkrankung hindeuten, sollten Sie die Husten- und Niesetikette sowie eine gute Händehygiene beachten, das Gesundheitsamt informieren und dessen Anweisungen befolgen.

Um das für Sie zuständige Gesundheitsamt zu finden, nutzen Sie am Besten das Online-Tool des RKI, in das Sie einfach Ihre Postleitzahl eintragen.
 

Ist das Krankenhaus die richtige Anlaufstelle für mich, wenn ich den Verdacht habe, mich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert zu haben?

Ein Besuch im Krankenhaus bzw. eine stationäre Aufnahme ist nur in Ausnahmefällen notwendig, die Einschätzung dazu wird von Ihrem betreuenden Hausarzt und nach Rücksprache mit dem jeweiligen Gesundheitsamt vorgenommen.

Ein Krankenhaus testet ausschließlich Personen, die die dafür vorgesehene, und vom zuständigen Gesundheitsamt eingeleitete, medizinische Versorgungskette durchlaufen haben und die danach noch in einem begründeten Verdacht stehen, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Ein Test erfolgt also ausschließlich auf ärztliche Empfehlung.
 

Kann ich mich im Krankenhaus oder bei meinem Hausarzt gegen SARS-CoV-2 impfen lassen?

Nein, momentan steht kein Impfstoff zur Verfügung. In China soll Medienberichten zufolge ein erster Impfstoffkandidat ab Ende April 2020 in einer klinischen Studie erprobt werden. Wann ein Impfstoff zur Verfügung stehen könnte, ist derzeit nicht absehbar.
 

Wie kann man sich dann vor der Ansteckung schützen?

Wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen schützen das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene, sowie Abstand zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des Coronavirus. Diese Maßnahmen sind darüber hinaus auch in Anbetracht der Grippewelle überall und jederzeit angeraten. Tipps für die richtige Händedesinfektion finden Sie hier.