Auszeichnung für die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
Sana Klinikum Hameln-Pyrmont erreicht höchste Versorgungsstufe in der Endoprothetik
Großer Erfolg für die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Sana Klinikum Hameln-Pyrmont: Neben der seit Jahren bestehenden Zertifizierung als Endoprothetikzentrum wurde die Fachabteilung nun mit der höchsten Zertifizierungsstufe in Sachen Gelenkersatz ausgezeichnet und darf sich ab sofort „Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung“ (EPZmax) nennen. Damit ist das Sana Klinikum Hameln-Pyrmont im Umkreis von rund 50 Kilometern die einzige Gesundheitseinrichtung, die die besonders strengen Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) erfüllt.
Die Zertifizierung erfolgt im Rahmen der bundesweit anerkannten EndoCert-Initiative und steht für höchste medizinische Kompetenz, geprüfte Qualität und messbare Patientensicherheit beim Gelenkersatz. Unabhängige Auditoren bewerten dabei eine Vielzahl von Qualitätsindikatoren, neben Fallzahlen und Qualifikationen der Operateurinnen und Operateure sind standardisierte Abläufe, interdisziplinäre Zusammenarbeit, medizintechnische Ausstattung bis hin zu Hygiene- und Dokumentationsstandards nachzuweisen.
Qualität, Erfahrung und Sicherheit
Wesentliches Merkmal des EPZmax ist, dass nicht nur die Fachabteilung insgesamt, sondern auch die einzelnen Operateure eine definierte Mindestfallzahl von mindestens 100 Prothesen-Operationen im Jahr nachweisen müssen. Das Sana Klinikum Hameln-Pyrmont erfüllt diese anspruchsvollen Kriterien mit gleich fünf besonders erfahrenen Operateuren. Studien belegen, dass Kliniken mit hohen Fallzahlen bessere Behandlungsergebnisse erzielen, sowohl medizinisch als auch im Hinblick auf die Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten. „Für eine hochwertige endoprothetische Versorgung sind Spezialisierung, Erfahrung und kontinuierliche Weiterbildung entscheidend. Diese Faktoren werden im Rahmen der Zertifizierung regelmäßig überprüft“, erläutert Prof. Dr. Stefan Hankemeier, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie.
Die große Routine des Teams spiegelt sich auch in den Fallzahlen wider: Rund 900 Patientinnen und Patienten mit Gelenkerkrankungen an Hüfte, Knie oder Schulter werden jährlich im Sana Klinikum Hameln-Pyrmont operativ versorgt. Dazu zählen neben Erstimplantationen auch komplexe Wechseloperationen, bei denen bereits eingesetzte künstliche Gelenke ausgetauscht werden müssen, etwa nach Frakturen, Lockerungen oder altersbedingtem Verschleiß. Auch hier verfügt das Team über eine besonders hohe Expertise. Ein besonders aussagekräftiger Qualitätsindikator, auf den die Auditoren schauen, sind die Ergebnisse aus dem Endoprothesenregister Deutschland (EPRD). Die dort ausgewerteten Daten zeigen, dass die Fachabteilung insbesondere bei Hüft- und Knieendoprothesen signifikant bessere Ergebnisse als der bundesweite Durchschnitt erzielt. Die Komplikations- und Revisionsraten liegen deutlich unter den erwarteten Vergleichswerten. Für die Klinik ein klarer Beleg für die hohe Behandlungsqualität und die große Erfahrung des Teams.
Dass diese hohe Qualität für die Patientinnen und Patienten unmittelbar spürbar ist, zeigt exemplarisch das Ehepaar Gruper, das sich im EPZ nahezu zeitgleich einer Knie-OP unterzogen hat und nun gemeinsam den Weg mit dem neuen Kniegelenk geht. Bereits fünf Tage nach dem Eingriff wird das Ehepaar in die Reha entlassen, ist höchst zufrieden, schmerzfrei und mobil, teilweise sogar schon ohne Gehhilfe.
Fokus liegt auf personalisiertem Gelenkersatz
Ein zentraler Bestandteil des Behandlungskonzepts ist die konsequent patientenzentrierte Versorgung. Personalisierte Techniken der Prothesenimplantation verbunden mit einem präzisen Einbau ermöglichen es, der natürlichen Anatomie des Patienten zu folgen und so beste Ergebnisse zu erzielen. Moderne minimalinvasive und gewebeschonende OP-Techniken, innovative Narkoseverfahren sowie eine gezielte Schmerztherapie und entsprechende Physiotherapien - vor sowie nach der OP - ermöglichen eine schnellere Erholung. Ziel des bewährten Rapid-Recovery-Konzepts ist es, die Mobilität rasch wiederherzustellen, das bedeutet nach dem so genannten „Forgotten Joint“-Prinzip, dass Patienten im Idealfall vergessen, ein künstliches Gelenk zu besitzen, da es sich völlig natürlich anfühlt.
Erfolgreiche moderne Medizin ist Teamarbeit
Prof. Hankemeier bildet regelmäßig Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland aus und entwickelt Behandlungskonzepte kontinuierlich weiter. Als Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover und als Hospitationszentrum im Fachbereich Orthopädie und Unfallchirurgie setzt sich Prof. Hankemeier für eine exzellente Ausbildung am Standort Hameln ein, vernetzt Mediziner aus ganz Deutschland und ermöglicht ihnen auch immer wieder Einblicke in aktuelle OP-Techniken.
„Diese Zertifizierung ist eine Teamleistung. Mein herzlicher Dank gilt allen Mitarbeitenden, von der Pflege über die Physiotherapie bis hin zum OP-Team, der Logistik und der Sterilgutversorgung. Nur gemeinsam können wir so erfolgreich sein. Besonders dankbar sind wir auch für die vielen positiven Rückmeldungen unserer Patientinnen und Patienten und deren Compliance. Wenn sie schmerzfrei und zufrieden nach Hause gehen, ist das für uns alle die größte Bestätigung“, betont Prof. Dr. Hankemeier.
Auch Geschäftsführer Matthias Dürkop zeigt sich stolz: „Diese Zertifizierung ist eine großartige Bestätigung für das medizinische Können und das außergewöhnliche Engagement unserer Teams. Mein herzlicher Glückwunsch gilt allen Beteiligten. Mit der Zertifizierung stellt unsere Fachabteilung ihre herausragende Stellung in der Region unter Beweis und den guten Ruf, den die Klinik über die Regionsgrenzen hinweg hat, auch als Lehrkrankenhaus und Impulsgeber in ihrem Fachgebiet. Gleichzeitig bietet das Zentrum durch seine Spezialisierung eine wohnortnahe Versorgung auf universitärem Niveau, was ein entscheidender Vorteil, insbesondere in ländlichen Regionen, ist.“
Das Ehepaar Grupe mit Mitgliedern des Sana-Teams fünf Tage nach ihrer erfolgreichen Knieoperation im Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax)