Biberacher Urologie unter neuer Leitung
Mit PD Dr. Felix Wezel startet im April ein neuer Chefarzt im Sana Klinikum Landkreis Biberach
Privatdozent Dr. med. Felix Wezel übernimmt zum 1. April 2025 die chefärztliche Leitung der Klinik für Urologie am Biberacher Zentralkrankenhaus. Der 45-Jährige war zuvor 10 Jahre am Universitätsklinikum Ulm tätig und tritt nun die Nachfolge von Dr. Jörg Bernhardt an.
Die Klinik für Urologie am Sana Klinikum Landkreis Biberach bietet ein breites diagnostisches und therapeutisches Leistungsspektrum bei Erkrankungen der Prostata, Harnblase, Nieren, Harnwege und Geschlechtsorgane. Zur Behandlung stehen modernste Verfahren der Urologie zur Verfügung: Dazu gehören unter anderem lasergestützte OP-Verfahren sowie ein Da Vinci System der neusten Generation für robotisch-assistierte minimalinvasive Operationen, beispielsweise zur Behandlung von Prostatakrebs oder Nierentumoren. Ab 1. April wird PD Dr. Felix Wezel die Klinik chefärztlich leiten und perspektivisch weiter ausbauen.
PD Dr. Wezel war seit 2015 in der Klinik für Urologie und Kinderurologie am Universitätsklinikum Ulm tätig; seit Januar 2022 als Leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor. Zuvor war er, nach Abschluss seines Studiums der Humanmedizin in Heidelberg und Mannheim, als Assistenzarzt in der Klinik für Urologie und Urochirurgie der Universitätsmedizin Mannheim tätig. Der Facharzt für Urologie mit der Zusatzqualifikation medikamentöse Tumortherapie ist Zentrumsoperateur der Deutschen Krebsgesellschaft für Prostata-, Nieren- und Harnblasenkrebs und bringt so eine breite medizinische und organisatorische Expertise mit nach Biberach. Seine klinischen Schwerpunkte liegen in der robotergestützten Chirurgie, der operativen und medikamentösen Therapie von urologischen Krebserkrankungen, der rekonstruktiven Harnröhrenchirurgie sowie in der urologischen Prothetik, dazu gehört beispielsweise die Implantation von künstlichen Schließmuskeln bei männlicher Harninkontinenz. Nach Forschungsaufenthalten in York, England sowie am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg hat Dr. Wezel mehr als 50 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht, für die er mehrere Preise und Auszeichnungen erhielt. Der in Ulm geborene und aufgewachsene Familienvater ist zudem Mitglied in verschiedenen Fachgesellschaften und betreute zahlreiche internationale Studien. Für seine künftigen Patienten im Landkreis Biberach bedeutet das eine moderne, breit aufgestellte urologische Versorgung nach den neusten wissenschaftlichen Standards.
Unterstützung erhält Wezel in Biberach von einem erfahrenen Ärzteteam, allen voran dem langjährigen Leitenden Oberarzt Maurice Hybner sowie den Oberärzten Steffen Eberhardt und Dr. Vedat Altug. Diese haben den urologischen Schwerpunkt am Biberacher Klinikum gemeinsam mit dem bisherigen Chefarzt Dr. Jörg Bernhardt geprägt und in den vergangenen Jahren sehr gut aufgestellt. Personell wird dieser nun noch weiter ausgebaut: Mit PD Dr. Wezel wechselt auch Dr. Felix Riedel als weiterer Oberarzt von Ulm nach Biberach. Der 34-jährige Riedel hat nach seinem Medizinstudium an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zunächst zwei Jahre als Arzt in Weiterbildung am Universitätsklinikum Erlangen verbracht, bevor er 2019 an die Klinik für Urologie und Kinderurologie des Ulmer Universitätsklinikums wechselte. Seit 2023 ist er dort als Facharzt für Urologie beschäftigt und hat im Rahmen dessen umfassende praktische Erfahrungen, insbesondere im Bereich der robotergestützten Chirurgie, der Uroonkologie sowie der Behandlung von gutartigen Prostata-Erkrankungen erlangt.
Beide Ärzte freuen sich darauf, an ihrer künftigen Biberacher Wirkungsstätte ihre urologische Expertise einzubringen: „Die Rahmenbedingungen sind optimal und ich freue mich darauf, mit meinen neuen Kolleginnen und Kollegen innerhalb der Abteilung und im Klinikum, aber auch mit der niedergelassenen Ärzteschaft die urologische Versorgung für den Landkreis Biberach weiter voranzutreiben. Der urologische Versorgungsbedarf ist hoch und steigt prognostisch weiter an. Für uns Urologen gibt es also viel zu tun und es ist mir wichtig, dass wir hier vor Ort sektorenübergreifend eng zusammenarbeiten und den Patienten über den stationären Krankenhausaufenthalt hinaus gemeinsam gut betreuen“, betont Wezel. Für seine Tätigkeit in Biberach hat sich der Mediziner bereits Ziele gesetzt. „Durch meine langjährige Erfahrung am Da Vinci möchte ich die im vergangenen Jahr in Biberach eingeführte robotergestützte Chirurgie weiter ausbauen. Hauptsächlich im Bereich der Prostata-, Nieren- und Harnblasenchirurgie sowie bei rekonstruktiven Operationen des Harntrakts. Auch die Expertise in der uroonkologischen Versorgung möchte ich weiter stärken und im Zuge dessen perspektivisch die Etablierung eines zertifizierten Uroonkologischen Zentrums für Biberach anstreben.“
Sana-Geschäftsführerin Beate Jörißen zeigt sich erfreut über die Entwicklungen: „Mit Herrn PD Dr. Wezel haben wir einen hochqualifizierten Mediziner und erfahrenen Chirurgen für den urologischen Fachbereich gewinnen können. Das spricht für uns als Arbeitgeber, für unser Klinikum als medizinischem Versorger und für unsere sehr gut aufgestellte Urologie. Ich bin davon überzeugt, dass Dr. Wezel als neuer Chefarzt die erfolgreiche Arbeit der Abteilung fortführen und mit seiner Expertise neue Akzente setzen wird. Wir heißen ihn und Herrn Dr. Riedel bereits heute ganz herzlich im Klinikum willkommen.“
PD Dr. Felix Wezel übernimmt ab April 2025 die chefärztliche Leitung der Klinik für Urologie am Biberacher Zentralkrankenhaus.
Über das Sana Klinikum Landkreis Biberach
Das Sana Klinikum Landkreis Biberach ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm und behandelt jährlich rund 18.800 stationäre Patientinnen und Patienten. Dazu kommen über 45.600 ambulante Konsultationen. Das Zentralklinikum steht für eine qualifizierte medizinische Behandlung in zertifizierten Zentren und Abteilungen, verfügt über elf Fachabteilungen sowie 370 Betten und beschäftigt rund 1.100 Mitarbeitende. Träger ist zu 74,9 Prozent die Sana Kliniken AG und zu 25,1 Prozent der Landkreis Biberach.