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Für mehr Sicherheit beim Arzt und im Krankenhaus: Was jeder selbst tun kann
Wenn beim Arzt oder im Krankenhaus Fehler passieren, kann das schwerwiegende Folgen für die Patienten haben. Gesundheitseinrichtungen setzen daher zahlreiche Maßnahmen zur Patientensicherheit um. Zusätzlich kann auch jeder selbst zur Sicherheit beim Arzt und im Krankenhaus beitragen.
Das Aktionsbündnis für Patientensicherheit e. V. stellt für Patientinnen und Patienten Informationen und Tipps für den Besuch beim Arzt oder im Krankenhaus zur Verfügung. Die wichtigsten Empfehlungen finden Sie hier.
Sicherheit durch Informationen
Für die Sicherheit beim Arzt oder im Krankenhaus ist es wichtig, sich auf den Besuch vorzubereiten. Schreiben Sie sich Ihre Fragen auf, bringen Sie den aktuellen Medikamentenplan inklusive Nahrungsergänzungsmittel sowie frei verkäuflicher Arzneimittel mit und packen Sie vorhandene Befunde wie Röntgenbilder, Laborergebnisse oder Entlassungsbriefe anderer Ärzte mit ein. Denken Sie auch an Gesundheitspässe, zum Beispiel zu Allergien, Impfungen oder Implantaten. Informationen zu Ihren Vorerkrankungen spielen eine große Rolle und können einen Einfluss auf die Therapie haben. Je genauer die bisherige Krankengeschichte dargestellt wird, desto besser ist es.
Sicherheit durch Vertrauensperson
Gespräche zu einer gestellten Diagnose und der erforderlichen Therapie können einschneidend sein. Gerade die Betroffenen sind häufig emotional belastet und bekommen einen Teil des Gesprächs womöglich gar nicht mehr richtig mit. Dann kann es sehr hilfreich sein, wenn eine Vertrauensperson aus der Familie oder dem Freundeskreis dabei ist, einen kühlen Kopf bewahrt, zuhört, sich Notizen macht und sich am Gespräch beteiligt.
Sicherheit durch Fragen
Wer sich unsicher fühlt oder etwas nicht versteht, kann und muss nachfragen. Im Gespräch mit Ärzten, Pflegefachkräften oder Therapeuten können Fachbegriffe fallen, die für Laien nicht immer verständlich sind. Scheuen Sie sich nicht, bei Unklarheiten um weitere Erklärungen zu bitten. Damit tragen Sie zur eigenen Sicherheit bei. Lassen Sie sich Befunde und die empfohlene Therapie genau erklären, fragen Sie nach Alternativen und klären Sie, welche Risiken es eventuell gibt. Neben- und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Therapien sind ebenfalls wichtige Punkte. Fragen Sie lieber einmal zu viel nach als zu wenig.
Sicherheit durch richtige Identifikation
In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass Patienten nicht sofort mit dem richtigen Namen angesprochen werden. Verwechslungen können ernste Folgen nach sich ziehen, daher ist Zurückhaltung in diesem Fall fehl am Platz. Sollten Sie versehentlich mit dem falschen Namen aufgerufen werden, stellen Sie dies sofort richtig. Im Krankenhaus ist es üblich, dass Patienten ein Identifikationsarmband erhalten. Nehmen Sie das Band nicht ab, es trägt zu Ihrer Sicherheit bei. Bestätigen Sie vor Untersuchungen, zum Beispiel einer Blutentnahme, Ihre Identität mit Name und Geburtsdatum.
Sicherheit durch Eigenverantwortung
Je aktiver Patienten sich an den Entscheidungen zu ihrer Behandlung beteiligen, desto besser. Übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Gesundheit und fragen Sie nach, was Sie selbst zur Unterstützung des Behandlungsverlaufs beitragen können. Bitte befolgen Sie die medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Empfehlungen. Lassen Sie sich genaue Informationen zur Nachsorge geben und halten Sie sich an die ärztlichen Vorgaben. Wiederholen Sie die Empfehlungen, um sicherzustellen, dass Sie alles richtig verstanden haben. Bei Unsicherheiten kann eine Zweitmeinung gegebenenfalls Klarheit schaffen.
Wissenschaftlich fundierte und von Experten aufbereitete Informationen zu vielen Gesundheitsthemen finden Interessierte auf Patienten-Information.de, einem gemeinsamen Portal von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung.
Weiterführende Informationen zur Patientensicherheit bei Sana finden Sie hier: Was Sana für die Patientensicherheit tut