Karl-Olga-Krankenhaus investiert in Modernisierung der Radiologie & Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte
- Das Karl-Olga-Krankenhaus hat umfassende Modernisierungsmaßnahmen in der Radiologie, Kardiologie und Zentralsterilisation erfolgreich abgeschlossen.
- Die Investitionen verbessern moderne Bildgebungsverfahren, die kardiologische Diagnostik und die Qualität der klinischen Versorgung.
Fortschrittliche Diagnostik: Neue Geräte verbessern Patientenversorgung
Seit Januar ist die Radiologie des Krankenhauses mit modernen Geräten ausgestattet und bietet nun eine noch bessere Ausstattung. Die bisherigen Systeme wurden durch einen hochmodernen Gerätepark ersetzt, darunter ein high-end Computertomograph (CT) und zwei hochmoderne Röntgengeräte. Diese Technologien ermöglichen eine schnellere, genauere und schonendere Diagnose sowie die Planung fortschrittlicher Therapieverfahren, wie zum Beispiel katheterbasierte komplexe strukturelle Eingriffe am Herzen.
Das CT ausgerüstet mit künstlicher Intelligenz erhöht zudem die Diagnosesicherheit und optimiert die Effizienz der Arbeitsabläufe. „Die neue Ausstattung steigert nicht nur die Behandlungsqualität, sondern optimiert auch die Arbeitsbedingungen durch stark reduzierte Strahlenbelastungen für unsere Mitarbeitenden“, sagt Philipp Schlerkmann, Cluster-Geschäftsführer der Sana Region Südwest.
Neben den konventionellen Röntgenuntersuchungen ist die Computertomographie als modernes bildgebendes Verfahren in der Diagnostik von Erkrankungen nicht mehr wegzudenken. Das Untersuchungsverfahren der Computertomographie basiert auf einer Vielzahl von Röntgenaufnahmen und gewährt so einen detaillierten dreidimensionalen Blick ins Körperinnere. „Wir sind sehr glücklich mit dem CT der neuesten Generation. Die Anschaffung der modernen Technik ist für uns als Krankenhaus ein wichtiger Meilenstein für die Patientenversorgung in der Region Stuttgart-Ost. Bei der Auswahl des CT war es besonders wichtig, dass bei gleichzeitiger Verringerung der Strahlenbelastung die Bildqualität weiter verbessert wird“, so Jörg-Ullrich Braunisch, leitender Arzt der Radiologie.
Das CT entspricht den modernen Standards für die kardiologische Patientenversorgung und zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit aus. Er ist nicht nur für die Kardiologie, sondern auch für anspruchsvolle Einsatzbereiche wie die Traumaversorgung und interventionelle Eingriffe bestens geeignet. Mit dem Gerät kann eine vollständige CT-Bildgebung des gesamten Körpers durchgeführt werden, einschließlich fortschrittlicher Funktionen wie der Koronarangiographie.
Schonendere Herzuntersuchungen bei maximalem Komfort
Dank der neuesten Technologie und der Funktion „Precise Cardiac“ wird eine signifikante Verbesserung der Bildqualität erzielt. Die Herzstruktur kann nahezu ohne Bildstörungen abgebildet werden, was maßgeblich zur Verbesserung der kardiologischen Versorgung der Patientinnen und Patienten beiträgt. Durch den Einsatz der KI-unterstützten Bildrekonstruktion Precise Image werden gleichzeitig eine Reduktion der Strahlendosis und verbesserte Auflösung erreicht. „Wir sprechen von einem ‚128-Schichter‘, da in 0,35 Sekunden 128 Schichten mit einer Umdrehung gescannt werden können. Bei der Durchblutungs- oder Gefäßdarstellung lassen sich damit 0,67 Millimeter dünne Scheiben in höchster Bildqualität erstellen. Zusammen mit der 360-Grad-Ansicht ermöglicht uns das eine extrem präzise Analyse und somit eine möglichst exakte Diagnose“, erklärt Priv. Doz. Dr. med. Dipl.-Phys. Gitsios Gitsioudis, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin mit Schwerpunkt Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin und renommierter Spezialist für kardiovaskuläre Schnittbildgebung (Kardio-MRT & -CT).
Neben der reduzierten Strahlenbelastung liefert die neue Technologie mehr Komfort für den Patienten während der Untersuchung. Mit einer extra großen Öffnung von 72 cm kann jeder Patient, auch mit mehr Körpervolumen, bequem untersucht werden. Dabei profitieren nicht nur polytraumatisierte oder Notfall-Patienten von dem neuen Diagnoseverfahren, sondern auch Patienten der Kardiologie. „Das neue CT ermöglicht eine detaillierte Darstellung des Herzens und seiner umgebenden Strukturen. Während der Untersuchung werden Schnittbilder des Herzens erzeugt, die uns Einblicke in die Herzgesundheit ermöglichen, die mit herkömmlichen Methoden nicht immer möglich sind. Im Vergleich zu einer klassischen CT, die eine Vielzahl von Körperregionen abbilden kann, liefert die Kardio-CT detaillierte Informationen über die Struktur der Herzkranzgefäße. Dadurch können Herzkrankheiten diagnostiziert, das Herzinfarktrisiko bewertet und die allgemeine Herzgesundheit beurteilt werden. Mit dem CT sind auch neue Anwendungen denkbar, wie zum Beispiel Untersuchungen am schlagenden Herzen oder von Herzkranzgefäßen. So lassen sich Koronargefäße darstellen, was den Patienten eine Untersuchung im Herzkatheterlabor ersparen kann. Auch für die Vorbereitung von Herzklappeneingriffen und anderen komplexen strukturellen katheterbasierten Herzeingriffen ist das neue Gerät exzellent einsetzbar und eröffnet völlig neue Möglichkeiten. All diese neuen Leistungen werden wir sowohl unseren stationären Patienten, als auch den Patienten aus unseren Privat- und Spezialambulanzen anbieten können“, sagt Priv. Doz. Dr. med. Dipl.-Phys. Gitsioudis.
Höchste Hygienestandards für die Sicherheit der Patienten
Ein weiterer Schwerpunkt der Modernisierungsmaßnahmen des Karl-Olga-Krankenhauses war die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP), kurz „STERI“ genannt. Mit den Umbaumaßnahmen wurden neue, hochmoderne Geräte der letzten Generation angeschafft, die die Effizienz und Ausfallsicherheit der Aufbereitungseinheit erheblich steigern. Diese Maßnahmen ermöglichen es, jährlich etwa 1,1 Mio. Artikel unter höchsten Hygienestandards zu reinigen, zu desinfizieren und zu sterilisieren.
„Durch die Investitionen in moderne Technik und optimierte Arbeitsabläufe bieten wir nicht nur beste Voraussetzungen für eine effiziente Instrumentenaufbereitung, sondern auch für die Sicherheit unserer Patienten. Wir haben jetzt wieder eine der modernsten Anlagen zur Aufbereitung von Medizinprodukten“ so Schlerkmann. „Ich bedanke mich bei allen Kolleginnen und Kollegen für die zurückliegende Zeit und vor allem das Durchhaltevermögen aller Beteiligten, inklusive der medizinischen Teams. Aber auch die IT-Abteilung, der Hol- und Bringedienst, die Haustechnik und die gesamte Mitarbeiterschaft des Krankenhauses, die dazu beigetragen haben, dass die Übergangszeit für die Modernisierungsprojekte gelingen und die beiden Projekte erfolgreich umgesetzt werden konnten.“