Landespolitiker informieren sich zur Digitalisierung
Das Sana-Krankenhaus Hürth hatte den CDU-Fraktionsvorsitzenden Thorsten Schick und den Landtagsabgeordneten Thomas Okos zu Gast. Das Haus ist auf dem Weg, zu einer der digitalsten Kliniken in Deutschland zu werden.
Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Landtag NRW, Thorsten Schick, und Thomas Okos, Mitglied des Landtags für die CDU, besuchten Anfang Juli das Sana-Krankenhaus Hürth, um sich über die Digitalisierungsprojekte des Hauses zu informieren. Die kaufmännischen Direktorin Hannah Kador und Geschäftsführer Michael Weckmann wurden bei dem bereits zu Jahresbeginn abgesprochenen Termin durch Chefärzte und Leitende Ärzte sowie Sana-Vorständin und Chief Transformation Officer (CTO) Stefanie Kemp unterstützt.
Zentrale Aspekte waren das Telemedizin- und Patientendatenmanagement-System (PDMS) „Mona“ auf der Intensivstation und die derzeitige Entwicklungsarbeit mit dem Start-Up „Avelios“ für ein komplett neues Krankenhaus-Arbeitsplatz-System (KAS). In beiden Projekten ist das Sana-Krankenhaus Hürth Pilothaus und mit seinen Mitarbeitenden maßgeblich an den Fortschritten beteiligt. Zunächst erläuterten Professor Dr. Gisbert Knichwitz, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin, und Georg Griesemann vom Hersteller clinomic das System „Mona“. An jedem der zwölf Intensivbettenplätze ist ein Monitor installiert, über den eine Direktschaltung zu externen Experten aufgebaut werden kann und der Austausch von Patientendaten möglich ist. Thomas Okos und Thorsten Schick konnten sich vor Ort von der Funktionalität des Systems überzeugen. In der telemedizinischen Videoschaltung zu Dr. Arne Peine in Aachen wurde ihm Einblick in bestimmte Daten zu einem fiktiven Patienten gewährt. „Wir können jederzeit die Expertise eines Maximalversorgers hinzuziehen, ohne den Arzt hierher holen zu müssen“, erklärte Professor Knichwitz. „Das spart wertvolle Zeit und erhöht Behandlungsqualität und Sicherheit für unsere Patientinnen und Patienten.“ Außerdem unterstützt „Mona“ Ärzte und Pflegekräfte durch Künstliche Intelligenz (KI).
Digitale Innovation im Gesundheitswesen
Ein weiterer Meilenstein im Digitalisierungsfortschritt wird ein neues Krankenhaus-Arbeitsplatz-System (KAS) sein, das die Arbeit erheblich vereinfachen und bisherige Schnittstellenprobleme beheben soll. „In Verbindung mit einer App haben nicht nur unsere Patientinnen und Patienten Zugriff auf ihre eigenen Daten, sie können diese auch für andere Player im Gesundheitswesen freigeben“, sagt Stefanie Kemp, die vorstandsseitig die Digitalisierung bei Sana verantwortet. Dr. Andre Moussa, Sektionsleiter Gastroenterologie und im Projekt einer der Key-User, erklärt: „Zurzeit drucken wir Arztbriefe und schicken sie per Fax in die Praxis eines niedergelassenen Kollegen, damit diese dort eingescannt und digital abgelegt werden.“ Noch in diesem Jahr soll die Test- und Entwicklungsphase beendet werden und das KAS in Hürth und im Sana Dreifaltigkeits-Krankenhaus Köln implementiert sein. Die beiden Politiker zeigten sich erfreut über so hohe Technologiefreundlichkeit in einer Branche, die aktuell noch mit Papier und CD hantiert.
Angesichts der aktuellen Entwicklungen war auch die Krankenhausplanung NRW Thema des Gesprächs mit den Landespolitikern. Michael Weckmann lobte zunächst den grundsätzlichen Ansatz für die Reform, kritisierte aber die konkrete Umsetzung im Rhein-Erft-Kreis. „Dem Sana-Krankenhaus Hürth soll mit der Kardiologie eine Abteilung komplett gestrichen werden und mit der Endoprothetik zusätzlich ein wesentlicher Teil der Orthopädie“, so der Geschäftsführer. „Offenbar ist das Ministerium in seiner Bewertung aber von falschen Datengrundlagen ausgegangen.“ Er erläuterte die konkreten Punkte und stieß auch dabei auf offene Ohren.
Professor Dr. Gisbert Knichwitz und Michael Weckmann (rechts) demonstrieren für Thomas Okos (links) und Thorsten Schick eine Live-Schaltung mit dem Patientendatenmanagement-System (PDMS) und Telemedizinmodul “Mona” zu Dr. Arne Peine nach Aachen. (Foto: Ralph Sondermann/CDU NRW)
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Dr. Andre Moussa, Stefanie Kemp, Michael Weckmann, Thorsten Schick und Thomas Okos (v.l.) im Gespräch über das Digitalisierungsprojekt mit dem Start-Up “Avelios”. (Foto: Ralph Sondermann / CDU NRW)
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Über das Sana Krankenhaus Hürth
Das Sana-Krankenhaus Hürth ist ein hochmodernes Haus der gehobenen Grund- und Regelversorgung in der Metropolregion Köln-Bonn, das die medizinische Versorgung der Bevölkerung in Hürth und dem Rhein-Erft-Kreis mit seinen Fachabteilungen für Innere Medizin, Chirurgie und Anästhesie sicherstellt. Rund 350 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich jährlich um über 20.000 Patientinnen und Patienten im stationären und ambulanten Bereich.
Das Hürther Krankenhaus wurde 1984 durch Sana übernommen und war damals deutschlandweit das erste kommunale Haus, das privatisiert wurde. Die Übernahme war mit einer mindestens 20-jährigen Bestandszusage verbunden. Seitdem wurde das Sana-Krankenhaus Hürth mehrfach erweitert, saniert und (medizinisch) modernisiert. Mit seinen zukunftsfähigen Voraussetzungen für die qualifizierte medizinische Versorgung der Bevölkerung gewinnt es zunehmend an Bedeutung für die gesamte Region.
Über die Sana Kliniken AG
Die Sana Kliniken AG ist ein führender integrierter Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung für jährlich drei Millionen Patientinnen und Patienten erstreckt sich von Präventionsangeboten über die ambulante und stationäre Versorgung bis hin zu Nachsorge, Rehabilitation und Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Diese Leistungen werden bundesweit in 43 Krankenhäusern, 51 MVZ-Gesellschaften mit knapp 600 Arztsitzen sowie zusammen rund 60 Sanitätshäusern und Präventionspraxen erbracht. Darüber hinaus bietet Sana als B2B-Services auch Dienstleistungen und Beratung für externe Kliniken unter anderem in den Bereichen Einkauf, Logistik, Medizintechnik sowie Managementverträge an. 2023 erwirtschafteten die rund 38.600 Beschäftigten (Stand Dezember 2023) einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro. Eigentümer der 1976 gegründeten Sana Kliniken AG sind 24 Private Krankenversicherungen.