Lebensnahe Fortbildung in der minimalinvasiven Chirurgie stärkt Patientenversorgung am Sana Klinikum Hof
Am Sana Klinikum Hof fand ein erfolgreicher MIC-Inhouse-Workshop (Minimal Invasive Chirurgie) statt, an dem Ärzte aus den Bereichen Urologie, Gynäkologie, Viszeral-, Allgemein- und Kinderchirurgie teilnahmen. Im Mittelpunkt standen praxisnahe Trainingsmöglichkeiten zur Vertiefung moderner minimalinvasiver Operationstechniken.
Unter der Kursleitung von Vadym Tolochyk, Oberarzt der Abteilung Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, bot der Workshop ein intensives Programm aus theoretischen Grundlagen und praktischen Übungseinheiten. Die Teilnehmer trainierten unter anderem laparoskopische Grundtechniken, Naht- und Knotentechniken, Klammernahtverfahren sowie komplexe Präparations- und Anastomosetechniken an verschiedenen Organsystemen.
Ein besonderer Fokus lag auf der praktischen Anwendung an Modellen aus Leber und Gallenblase, Oberbauch, Magen-Darm-Trakt, Urogenitaltrakt sowie Kinderchirurgie. Ergänzt wurde das Training durch gefäßchirurgische Techniken und Übungen zur sicheren Blutstillung.
Interdisziplinärer Austausch und hohe Praxisnähe
Der Workshop bot den Teilnehmern nicht nur die Möglichkeit, operative Techniken zu vertiefen, sondern auch sich fachübergreifend auszutauschen und voneinander zu lernen. Gerade dieser interdisziplinäre Ansatz wurde von vielen als besonders wertvoll beschrieben.
Oberarzt Vadym Tolochyk zieht ein sehr positives Fazit: „Der Workshop hat gezeigt, wie wichtig regelmäßiges praktisches Training ist. Viele Abläufe lassen sich im geschützten Rahmen gezielt verbessern. Genau das stärkt am Ende die Sicherheit im OP und kommt unseren Patientinnen und Patienten direkt zugute.“ Auch Chefarzt Prof. Dr. med. Christian Graeb betont die Bedeutung der Fortbildung: „Minimalinvasive Chirurgie entwickelt sich stetig weiter. Wer diese Verfahren auf höchstem Niveau anwenden will, muss sie regelmäßig trainieren. Es ist die Verantwortung des Chefarztes und der Oberärzte unsere jahrelange Erfahrung vor allem auch in der minimalinvasiven Chirurgie, die seit 2018 vornehmlich robotisch durchgeführt wird, an die nächste Chirurgen-Generation im und außerhalb des Operationssaales weiterzugeben. Formate wie dieser Workshop sichern nicht nur die Qualität, sondern auch die Zukunftsfähigkeit unseres Fachs.“„Man merkt sofort, wie viel sicherer man nach so einem Training wird. Die direkte praktische Übung, aber auch der Austausch mit den Kollegen aus anderen Fachbereichen, war für mich extrem wertvoll. Das nimmt man 1:1 mit in den OP.“ beschreibt eine Teilnehmerin aus der Viszeralchirurgie ihre Eindrücke.
Schonendere Eingriffe und mehr Sicherheit
Die im Workshop trainierten Techniken wirken sich unmittelbar auf die Patientenversorgung aus. Minimalinvasive Verfahren ermöglichen kleinere Schnitte, weniger Schmerzen nach der Operation, ein geringeres Komplikationsrisiko und kürzere Krankenhausaufenthalte. Gleichzeitig steigt durch regelmäßiges Training die operative Sicherheit und Qualität der Eingriffe. Die Teilnehmer bewerteten den MIC-Inhouse-Workshop insgesamt als sehr erfolgreich und praxisnah. Besonders hervorgehoben wurden die realitätsnahen Übungen und der interdisziplinäre Austausch.
Das Team um Oberarzt Vadym Tolochyk und Chefarzt Prof. Dr. med. Christian Graeb plant, das Format auch künftig fortzuführen und weiter auszubauen, um die minimalinvasive Chirurgie am Sana Klinikum Hof kontinuierlich weiterzuentwickeln.