Lichtenfels,
06
November
2026
|
15:11
Europe/Amsterdam

Sana: Gesundheitsversorgung in Lichtenfels wird gesichert und zukunftsfest aufgestellt

Reaktion auf offenen Brief

Die Geschäftsführung des Sana Klinikums Lichtenfels hat von dem offenen Brief des Ortsverbands der Partei Die Linke vom 28. Oktober 2026 Kenntnis genommen und nimmt hierzu öffentlich Stellung.

„Wir nehmen die Sorgen der Menschen in Lichtenfels ernst und bekräftigen zugleich unser Bekenntnis zum Standort und zum Klinikum“, sagt Petra-Marié Rinsche-Förstel, Geschäftsführerin des Sana Klinikums Lichtenfels. „Die Zusage, das Klinikum am Standort zu erhalten, gilt. Daran lassen wir keinen Zweifel. Wir widersprechen der Darstellung, die Versorgung werde abgebaut. Richtig ist, dass wir alle Anstrengungen unternehmen, um das Haus unter den sich verändernden Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen zukunftsfest aufzustellen.“

Dabei verweist die Geschäftsführung auf bereits Erreichtes in den zurückliegenden zwei Jahren. So wurde das Zentrum für Adipositas im Haus als Kompetenzzentrum für Adipositas- und Metabolische Chirurgie DAGV erfolgreich zertifiziert, und die stationären Kapazitäten der Geriatrie weiter ausgebaut. Zudem wird der endprothetische Schwerpunkt des Standortes, u.a. durch die Verstärkung des ärztlichen Expertenteams aber auch Leistungsverlagerungen aus Coburg sowie Neustadt bei Coburg, weiterentwickelt. Mit Dr. Ronny Pfefferkorn konnte ein weiterer ausgewiesener Experte für Ellenbogen- und Schulterchirurgie gewonnen werden, sodass dieser Schwerpunkt ebenfalls etabliert wurde.

Die Verlagerung der Neurochirurgie nach Coburg ist in diesem Zusammenhang einzuordnen. Sie war bereits vor der Übernahme des Hauses durch die Sana Kliniken angekündigt. krankenhausplanerisch berücksichtigt und wurde Ende 2025 umgesetzt. Sie folgt dem regulatorischen Prinzip der Bündelung fachlicher Expertise: In Coburg werden Neurologie, Neurochirurgie und Neuroradiologie unter einem Dach zusammengeführt. Diese Konzentration entspricht den Zielsetzungen des Gesetzgebers, dient aber vielmehr noch der Versorgungsqualität und -sicherheit für die Patientinnen und Patienten in der gesamten Region.

Diesem Prinzip folgt auch die Verlegung des ambulanten MVZ an das Klinikum. Sie dient der sinnvollen Bündelung von Synergien: Diagnostik, Behandlung und Versorgung können so enger verzahnt werden. Davon profitieren Patientinnen und Patienten nicht nur durch klare Versorgungspfade, sondern auch durch gute infrastrukturelle Bedingungen, eine gute Erreichbarkeit und solide Parkplatzsituation.

Auch bei der Geburtshilfe steht die Qualität im Mittelpunkt. Die Verlagerung der Gynäkologie und Geburtshilfe sei ein schmerzhafter, aber notwendiger Schritt, erläutert die Geschäftsführung. Bei weniger als 300 Geburten pro Jahr ist ein wirtschaftlich und medizinisch tragfähiger Betrieb nicht mehr gegeben. Hinzu käme, dass benachbarte Kliniken, insbesondere das Sana Klinikum Coburg, attraktive geburtshilfliche Angebote haben, auch in enger Verzahnung mit einer Kinderklinik, einem Eltern-Kind-Zentrum und einer neonatologischen Versorgung.

„Wir sehen aktuell, dass sich die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen grundlegend verändern. Der Anpassungsdruck gerade auf kleine Kliniken ist hoch, und wir stellen uns dieser Verantwortung. Das Sana Klinikums Lichtenfels wird sich innerhalb des von Kostenträgern und Gesetzgeber vorgegebenen Rahmens zukunftsfest aufstellen. Ziel ist eine Versorgung, die auch in den kommenden Jahren verlässlich, wirtschaftlich tragfähig und wohnortnah bleibt. Das ist der Kern unseres Auftrags“, so Petra-Marié Rinsche-Förstel, Geschäftsführerin des Sana Klinikums Lichtenfels.

Petra-Marié Rinsche-Förstel

Bild: Geschäftsführerin des Sana Klinikums Lichtenfels, Petra-Marié Rinsche-Förstel (Copyright: SKOF)