Benrath,
18
März
2026
|
11:54
Europe/Amsterdam

Sana Krankenhaus Benrath behandelt ukrainische Soldaten

Zusammenfassung

Über 400.000 Soldaten wurden seit Beginn des Angriffskriegs in der Ukraine schwer verletzt. Sie alle bestmöglich medizinisch zu versorgen, ist in einem Kriegsgebiet nicht möglich. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat für die strategische Patientenversorgung  das sog. Kleeblattkonzept entwickelt, das die medizinische Evakuierung schwerverletzter Menschen – Zivilisten und Soldaten – aus dem Kriegsgebiet koordiniert, sie auf deutsche Krankenhäuser bundesweit verteilt und so eine hochwertige Versorgung  gewährleistet.

An der Behandlung beteiligen sich in NRW rund 80 Krankenhäuser. Das Sana Krankenhaus Benrath gehört bereits seit Dezember 2023 dazu. Chefarzt Dr. Alexander Olk erklärt: „Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz ist damals auf das Team der Orthopädie und Unfallchirurgie zugekommen. Bisher konnten wir 13 schwerverletzte ukrainische Soldaten erfolgreich behandeln. Zwei weitere Verletzte sind seit Mitte März mit Granatschuss- und Explosionsverletzungen an den Beinen auf unserer Station.“

Die Soldaten bleiben mehrere Wochen. Alles, was medizinisch erforderlich ist, wird von den erfahrenen Medizinern geleistet: Dazu gehören u. a. CT, MRT und Operationen. „Wir behandeln komplexe Extremitätenverletzungen infolge von Schuss- oder Granatverletzungen, insbesondere in Verbindung mit Knocheninfektionen durch multiresistente Keime“, bestätigt Dr. Graviel Zulueta La Rosa. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Antibiotic Stewardship Experte ist Sektionsleiter für Septische Chirurgie und leitet die Behandlungen der ukrainischen Verletzten am Sana Krankenhaus Benrath. Die Verletzungen der überwiegend 30 bis 40 Jahre alten Soldaten erfordern eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit, u. a. mit der Infektiologie des Labors Dr. Wisplinghoff. Alle Behandlungskosten übernimmt das Bundesministerium für Gesundheit (BMG).

Wie meistert das Ärzte- und Pflegeteam die sprachlichen Hürden, denn die verletzten Soldaten werden mindestens drei Monate stationär behandelt? Dr. Zulueta La Rosa: „Es gibt ein freiwilliges Netzwerk an Ukrainern in Düsseldorf, die als Übersetzer zur Verfügung stehen und u. a. die Aufklärungsgespräche begleiten. Und unsere ukrainische Pflegekraft, Natalya Sklyeirenko, unterstützt uns tatkräftig.“

Die beiden ukrainischen Soldaten, Yevhen Zelemskyl (34),2.v. r., und Anton Khomaiko (40) rechts, werden seit Mitte März im Sana Krankenhaus Benrath von Chefarzt Dr. Alexander Olk (2. v. l.) und Oberarzt Dr. Graviel La Rosa (links) behandelt. Foto: Sana

Die beiden ukrainischen Soldaten, Yevhen Zelemskyl (34),2.v. r., und Anton Khomaiko (40) rechts, werden seit Mitte März im Sana Krankenhaus Benrath von Chefarzt Dr. Alexander Olk (2. v. l.) und Oberarzt Dr. Graviel La Rosa (links) behandelt. Foto: Sana

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Über die Sana Kliniken Düsseldorf

Die Sana Kliniken Düsseldorf setzen sich zusammen aus den beiden Standorten Gerresheim und Benrath. Die beiden Krankenhäuser versorgen mit insgesamt etwa 1.200 Mitarbeitern und rund 360 aufgestellten Betten jährlich über 80.000 ambulante und stationäre Patienten. Das Sana Krankenhaus Benrath bietet dabei als Haus der Grund- und Regelversorgung ein breites Spektrum medizinischer Leistungen im stationären und ambulanten Bereich; die Versorgungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Onkologie sowie der Unfallchirurgie / Orthopädie. Jedes Jahr kommen zudem rund 500 Kinder in der Klinik zur Welt.

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