Schonende Therapie bei Gebärmuttermyomen
Neue interdisziplinäre Behandlung am Sana Klinikum Hof
Kennen auch Sie das Problem? Jede Monatsblutung wird zur Belastung: Sie verlieren ungewöhnlich viel Blut, spüren starke Krämpfe und haben oft das Gefühl, dass der Unterbauch ständig unter Druck steht. Viele Frauen berichten, dass die Beschwerden sie im Alltag stark einschränken – sei es bei der Arbeit, in der Familie oder beim Sport.
Häufig steckt hinter diesen Symptomen ein Gebärmuttermyom – ein gutartiger Muskelknoten in der Gebärmutter, der aus den Muskelzellen der Gebärmutterwand entsteht. Myome gehören zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen und können je nach Lage, Größe und Anzahl sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen. Für Betroffene bedeutet das oft starke Blutungen, schmerzhafte Perioden oder ein dauerhaftes Druckgefühl im Unterbauch, das die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt.
Am Sana Klinikum Hof steht Patientinnen eine moderne, minimalinvasive Behandlung zur Verfügung: die Uterusmyomembolisation (UFE). Diese Therapie wird in enger Zusammenarbeit zwischen der Frauenklinik unter Leitung von Dr. Annett Feist Chefärztin der Frauenklinik, der Leitenden Oberärztin Katharina Meissner und Prof. Dr. Boris Radeleff, Chefarzt der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie durchgeführt.
„Wichtig ist uns, dass jede Patientin individuell beraten wird und wir gemeinsam prüfen, welche Therapie am besten geeignet ist“, erklärt Dr. Feist. Neben operativen Verfahren wie der Myomentfernung oder Gebärmutterentfernung kann in vielen Fällen auch eine minimalinvasive Behandlung infrage kommen.
Bei der Uterusmyomembolisation wird über einen feinen Katheter, der über ein Blutgefäß – meist in der Leiste oder zunehmend auch über das Handgelenk – eingeführt wird, gezielt die Blutversorgung der Myome unterbrochen. Dabei werden kleine sphärische Partikel in die versorgenden Gefäße eingebracht. Die Folge: Das Myom wird nicht mehr ausreichend durchblutet, schrumpft und die Beschwerden können deutlich zurückgehen.
„Die Methode hat sich weltweit als sichere und effektive Therapie etabliert“, erklärt Prof. Dr. Boris Radeleff, Chefarzt der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie. „Die technische Erfolgsrate liegt bei über 95 Prozent. Studien zeigen zudem eine deutliche Symptomverbesserung bei mehr als 80 Prozent der Patientinnen und eine sehr hohe Zufriedenheit mit dem Behandlungsergebnis.“
Prof. Radeleff gehört zu den frühen wissenschaftlichen Wegbereitern dieser Methode und war an Pilotstudien beteiligt, die zur heutigen Standardisierung der minimalinvasiven Behandlung beigetragen haben. Für viele Patientinnen bietet die Uterusmyomembolisation eine wichtige Alternative zu größeren Operationen. Sie ermöglicht häufig eine schnellere Erholung und vermeidet einen operativen Eingriff an der Gebärmutter. Frauen, die unter starken Regelblutungen, Schmerzen oder Druckbeschwerden leiden, sollten diese Symptome ärztlich abklären lassen. In vielen Fällen können moderne Therapieverfahren die Lebensqualität deutlich verbessern.
Bei Fragen oder zur Terminvereinbarung wenden Sie sich gern an das Team der Frauenklinik. Sekretariat Frau Kerstin Spänle Tel 09281 982240
v.l. Leitende Oberärztin Katherina Meissner, Chefärztin Dr. med. Annett Feist und Oberärztin MUDr. Erika Ulmanov