Wismar,
10
September
2024
|
10:39
Europe/Amsterdam

Sepsis vermeiden: Sana-HANSE-Klinikum Wismar klärt auf

Zusammenfassung

Zum Welt-Sepsis-Tag am 13. September 2024 klärt das Sana HANSE-Klinikum auf und sensibilisiert für frühe Symptome sowie notwendige Maßnahmen.

Sepsis kurz erklärt

Die Sepsis wird umgangssprachlich auch als Blutvergiftung bezeichnet. Mehr als 230.000 Menschen, davon über 10.000 Kinder, erkranken jedes Jahr in Deutschland an einer Sepsis, mindestens 85.000 sterben sogar daran. Weltweit sind fast 50 Millionen Menschen betroffen und rund 11 Millionen Todesfälle im Zusammenhang mit einer Sepsis bekannt.

Auslöser einer Sepsis ist häufig eine lokale Infektion, die zunächst unbedenklich erscheint. Unser Immunsystem ist ständig mit der Abwehr von unerwünschten Eindringlingen, wie Bakterien oder Viren, beschäftigt. Daher bemerken wir die Abwehrvorgänge in unserem Körper normalerweise nicht. Ist das Immunsystem bei der Eindämmung einer lokalen Infektion überfordert, breiten sich die Erreger ungehindert aus. PD Dr. med. Hauke Paarmann, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Sana HANSE-Klinikum erklärt: „Die ersten Anzeichen sind manchmal diffus, es kann zum Beispiel zu Kreislaufproblemen, Fieber, einer beschleunigten Atmung oder Appetitlosigkeit kommen. Im Verlauf können die Symptome dann sehr intensiv werden. Patienten berichten zum Beispiel über ein nie gekanntes Krankheitsgefühl und starke Schmerzen. Im schlimmsten Fall kann es zum septischen Schock mit Organversagen kommen. Das müssen wir unbedingt vermeiden.“

Risikofaktoren

Prinzipiell kann eine Sepsis jeden treffen, es gibt aber einige Faktoren, die mit einem erhöhten Risiko einhergehen. Dazu gehören zum Beispiel chronische Erkrankungen, ein geschwächtes Immunsystem, eine kürzlich durchgeführte Operation, Schwangerschaft, Mangelernährung sowie Drogenabhängigkeit. „Um die mit einer Sepsis verbundene Bedrohung zu reduzieren, ist es wichtig, dass wir die Öffentlichkeit zu den Gefahren rund um eine Sepsis informieren und auch zu Risikofaktoren aufklären“, sagt Chefarzt Dr. Paarmann.

Sepsis ist ein akuter Notfall

Bei einer Sepsis handelt es sich um einen akuten Notfall, bei dem jede Minute zählt. Zur Erkennung einer Sepsis stellt die Kampagne "Deutschland erkennt Sepsis" auf ihrer Homepage eine umfangreiche Checkliste zur Verfügung. Wer Symptome erkennt, kann sich mit dem Sepsis-Check absichern. Bei Verdacht ist der Notruf 112 oder der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117 zu kontaktieren.

Früherkennung ist das A und O

Da es sich bei einer Sepsis um einen lebensgefährlichen Zustand handelt, hat die Früherkennung und sofortige Therapie bei Sana oberste Priorität. Sana engagiert sich schon seit vielen Jahren für Früherkennung sowie Therapie und wurde dafür bereits mit dem Best-Abstract-Preis der Gesellschaft für Qualitätsmanagement in der Gesundheitsversorgung e. V. ausgezeichnet. Prämiert wurde die Sepsis-Initiative, deren Kernstück der Sana Sepsis Pathway ist. Schwerpunkt des Programms ist die Umsetzung eines standardisierten Prozesses für die Erkennung, Diagnose und Therapie in allen Sana-Kliniken.

Dr. Paarmann: „Der Sana Sepsis Pathway ist eine Anleitung für unsere Mitarbeitenden, wie sie die Erkrankung früh erkennen und behandeln können. Wir haben bei uns auf den Stationen das Flussdiagramm mit den wichtigsten Informationen zur Beurteilung von Infektionszeichen und Risikofaktoren aufgehängt und somit jederzeit vor Augen.“

Der Sepsis Pathway wird kontinuierlich weiterentwickelt und bringt etablierte Maßnahmen zur Vermeidung der lebensbedrohlichen Erkrankung zu unseren Patienten „ans Bett“. Damit der Ernstfall erst gar nicht eintritt.

Paarmann, Hauke_freigegeben

Priv.-Doz. Dr. med. habil. Hauke Paarmann, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie

 

Über das Sana HANSE-Klinikum Wismar

Das Sana HANSE-Klinikum Wismar als Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Rostock zählt mit dreizehn medizinischen Fachabteilungen zu den großen Kliniken der Maximalversorgung in Mecklenburg-Vorpommern. Pro Jahr werden mehr als 40.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Der engagierte Einsatz der rund 1.000 Mitarbeitenden sowie eine komplexe Diagnoseeinheit sichern eine optimale medizinische Versorgung unserer Patienten. 

Über die Sana Kliniken AG

Die Sana Kliniken AG ist ein führender integrierter Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung für jährlich drei Millionen Patientinnen und Patienten erstreckt sich von Präventionsangeboten über die ambulante und stationäre Versorgung bis hin zu Nachsorge, Rehabilitation und Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Diese Leistungen werden bundesweit in 43 Krankenhäusern, 51 MVZ-Gesellschaften mit knapp 600 Arztsitzen sowie zusammen rund 60 Sanitätshäusern und Präventionspraxen erbracht. Darüber hinaus bietet Sana als B2B-Services auch Dienstleistungen und Beratung für externe Kliniken unter anderem in den Bereichen Einkauf, Logistik, Medizintechnik sowie Managementverträge an. 2023 erwirtschafteten die rund 38.600 Beschäftigten (Stand Dezember 2023) einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro. Eigentümer der 1976 gegründeten Sana Kliniken AG sind 24 Private Krankenversicherungen.