Senftenberg,
11
Februar
2026
|
12:06
Europe/Amsterdam

Tag des Notrufs 112 - Ein Anruf, der Leben rettet

Zusammenfassung

Zusammenfassung

  • Europäischer Tag des Notrufs 112 am 11.2.
  • Sana Kliniken Niederlausitz appellieren an wichtige Rolle von Ersthelfern
  • Zentrale Notaufnahmen in Senftenberg und Lauchhammer versorgen 2025 mehr als 30.000 Patienten

Ob schwerer Verkehrsunfall oder Herzinfarkt, Schlaganfall oder plötzliche Bewusstlosigkeit: Im Notfall zählt jede Sekunde. Seit mehr als 50 Jahren ist die „112“ europaweit die Nummer gegen Kummer. Rettungsdienst und Notaufnahme bilden ein eingespieltes Lebensretter-Team. Aber an erster Stelle der Rettungskette stehen Ersthelfe.

„Für uns beginnt die Rettungskette mit Menschen, die in einem Notfall hinschauen statt wegzusehen und den Notruf 112 wählen. Nur dann können unsere Kollegen vom Rettungsdienst Niederlausitz übernehmen und fachfundiert über eine weitere Behandlung in der Notaufnahme entscheiden“, sagt Dr. Eric Rüger, Oberarzt in den Zentralen Notaufnahmen der Sana Kliniken Niederlausitz in Senftenberg und Lauchhammer. Das multiprofessionelle Team ist rund um die Uhr einsatzbereit. Allein im Jahr 2025 wurden an beiden Klinikstandorten mehr als 30.000 Notaufnahme-Kontakte registriert. Mehr als ein Drittel der Menschen, die hier Hilfe suchten, wurden anschließend stationär in den Sana Kliniken Niederlausitz weiterbehandelt.

 

Notaufnahme_Trage

 

Im Notfall arbeiten Rettungsdienst und Notaufnahmen Hand in Hand. Damit die Profis so schnell wie möglich helfen können, sind Ersthelfer entscheidend, die hinschauen und den Notruf 112 wählen.   

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Mit Blaulicht in die Notaufnahme

Viele der Patienten, die in die Zentralen Notaufnahmen der Sana Kliniken Niederlausitz kommen, werden mit Blaulicht und Martinshorn per Rettungswagen eingeliefert. Die Leitstelle Lausitz nimmt Notrufe aus den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster, Dahme-Spreewald, Spree-Neiße und Cottbus an. Ein riesiges Gebiet mit knapp 600.000 Einwohnern und mehr als 5200 Kilometern Straße außerhalb von Ortschaften, wie aus der Internetplattform der Leitstelle hervorgeht. Demnach sind neben dem ADAC-Luftrettungsstützpunkt bei Senftenberg Rettungskräfte in mehr als 600 Feuerwehrwachen und knapp 50 Rettungswachen präsent, um im Notfall professionelle Hilfe zu leisten.

Diese 5 W sind entscheidend

Ob Notfallsanitäter, Feuerwehrmann oder Notarzt: Damit die Profis mit ihrer Kompetenz und ihrem Equipment schnell helfen können, ist ein Schritt entscheidend: die Notruf-Nummer 112 wählen. Notfälle halten sich nicht an Tageszeiten und sie passieren überall. Daher sind es häufig Familienmitglieder, Arbeitskollegen oder zufällige Passanten, die in Ausnahmesituationen als Ersthelfer gefordert sind. Sie sollten Ruhe bewahren, für Eigenschutz sorgen und beim Notruf die „5 W“ beachten:

  • Wo ist der Notfall passiert?
  • Was ist geschehen?
  • Wie viele Verletzte oder Erkrankte sind betroffen?
  • Welche Art von Verletzungen oder Beschwerden liegen vor?
  • Warten auf Rückfragen

Das ist wichtig für die Disponenten in der Leitstelle, damit sie möglichst schnell professionelle Rettungskräfte zum Ort des Geschehens schicken können. 

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Oberarzt Eric Rüger von den Zentralen Notaufnahmen der Sana Kliniken Niederlausitz ruft dazu auf, regelmäßig Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen und im Notfall nicht zu zögern.

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Helfen statt zögern

„Viele Menschen haben Angst, nicht das Richtige zu tun. Aber das Einzige, was man wirklich falsch machen kann, ist gar nichts zu tun“, betont Dr. Eric Rüger. Sobald die Rettungskräfte am Ort des Notfalls sind, greift die enge Zusammenarbeit mit der Notaufnahme im Krankenhaus. Der Rettungsdienst startet noch am Einsatzort mit der medizinischen Versorgung und bringt Patienten auf kürzestem Wege in die Notaufnahme, wo die Behandlung nahtlos fortgesetzt wird. Die Teams arbeiten dabei oft Hand in Hand und verlieren dank eingespielter Übergaben keine Zeit. Denn bei schweren Verletzungen, Herzinfarkten oder Schlaganfällen zählt jede Minute.

„Leben retten ist Teamarbeit – und dabei ist jedes einzelne Glied in der Rettungskette wichtig. Jeder kann jederzeit zum Ersthelfer werden“, sagt der Notfallmediziner und rät dazu, die eigenen Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen und im Notfall nicht zu zögern.