Hürth,
27
Juni
2024
|
09:15
Europe/Amsterdam

Ursel Ferver ist einzige Mitarbeiterin der ersten Stunde

Zusammenfassung

Als das Hürther Krankenhaus vor 40 Jahren von Sana übernommen wurde, war sie schon da. Nun wurde die 65-Jährige als dienstälteste Mitarbeiterin in den Ruhestand verabschiedet.

1984 war ein ereignisreiches Jahr: Der größte Arbeitskampf seit dem Bestehen der Bundesrepublik kann mit einem Kompromiss beendet werden. Indiens Premierministerin Indira Gandhi wird ermordet, Ronald Reagan als amerikanischer Präsident wiedergewählt, und Frankreich gewinnt die siebte Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land durch einen 2:0-Sieg gegen Spanien.

Auch in Hürth gibt es vor 40 Jahren ein besonderes Ereignis, das die Krankenhauslandschaft deutlich verändert: Das Städtische Allgemeinkrankenhaus wird 1984 als erstes kommunales Krankenhaus in Deutschland von einem privaten Klinikbetreiber, der Sana Kliniken AG, übernommen. „Sana gab es ja bereits seit 1976 in Deutschland, aber der erste Kauf eines kommunalen Krankenhauses war ein Meilenstein“, sagt Hürths Geschäftsführer Michael Weckmann.

Ursel Ferver (65) ist Mitarbeiterin der ersten Stunde und aktuell dienstälteste Mitarbeiterin in Hürth. Die gebürtige Wuppertalerin kam schon 1981 als gelernte Arzthelferin (heute medizinische Fachangestellte) ans Städtische Allgemeinkrankenhaus und hat den Eigentümerwechsel zu Sana drei Jahre später hautnah miterlebt. Zunächst arbeitet sie in der Notfallambulanz, dann in der Patientenaufnahme und wird Chefarztsekretärin für verschiedene Fachabteilungen. Danach arbeitet sie bis heute in der ambulanten Patientenabrechnung und ist bis 2026 auch Schwerbehindertenvertretung.

Von der Arzthelferin an den Verwaltungs-Schreibtisch

Wer sein ganzes Arbeitsleben an einem Standort mit demselben Arbeitgeber verbringt, kann viel erzählen. Ursel Ferver: „Das stimmt. Aber ich habe mich im Kollegenkreis und im Unternehmen immer sehr wohl gefühlt. Es gab viele tolle Vorgesetzte, darunter den späteren Sana-Vorstandvorsitzenden Dr. Michael Philippi, der zunächst Geschäftsführer bei uns in Hürth war.“  Ihren Berufsweg hat sie nie bereut, auch wenn die Entscheidung, Arzthelferin zu werden, damals eher zufällig war. Nach einigen Jahren wurde ihr aber klar, dass ihr Platz in der Verwaltung ist: „Beruflich hat sich schon vor vielen Jahren viel verändert. So mussten und müssen Mitarbeitende, zum Beispiel in Notsituationen, mit Egoismus und großen Erwartungen klarkommen. Und die Bürokratie hat unglaublich zugenommen.“

Ursel Ferver lebt seit vielen Jahren in Erftstadt. Wenn ihre Berufswahl zur Arzthelferin eher zufällig war, so hat sich ihre 23-jährige Tochter ganz bewusst für diesen Weg entschieden, an dessen Ende die Physiotherapie stehen soll. Ende Juni 2024 geht Ursel Ferver in den wohl verdienten Ruhestand. Fast. „Ich mach auf 5,5 Stundenbasis noch weiter. Und darauf freue ich mich sehr!“

Ursel Ferver Sana-Krankenhaus Hürth

Ein ganzes Arbeitsleben für das gleiche Krankenhaus: Ursel Ferver hat sich im Hürther Krankenhaus immer wohl gefühlt und macht auf stundenbasis noch ein bisschen weiter. (Foto: Stefan Mülders)

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UrselFerver

Ursel Ferver geht nach 43 Jahren im Sana-Krankenhaus Hürth in den Ruhestand. Aber sie bleibt dem Haus noch stundenweise erhalten. (Foto: Stephan Hubrich)

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Über das Sana Krankenhaus Hürth

Das Sana-Krankenhaus Hürth ist ein hochmodernes Haus der gehobenen Grund- und Regelversorgung in der Metropolregion Köln-Bonn, das die medizinische Versorgung der Bevölkerung in Hürth und dem Rhein-Erft-Kreis mit seinen Fachabteilungen für Innere Medizin, Chirurgie und Anästhesie sicherstellt. Rund 350 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich jährlich um über 20.000 Patientinnen und Patienten im stationären und ambulanten Bereich.
Das Hürther Krankenhaus wurde 1984 durch Sana übernommen und war damals deutschlandweit das erste kommunale Haus, das privatisiert wurde. Die Übernahme war mit einer mindestens 20-jährigen Bestandszusage verbunden. Seitdem wurde das Sana-Krankenhaus Hürth mehrfach erweitert, saniert und (medizinisch) modernisiert. Mit seinen zukunftsfähigen Voraussetzungen für die qualifizierte medizinische Versorgung der Bevölkerung gewinnt es zunehmend an Bedeutung für die gesamte Region.

Über die Sana Kliniken AG

Die Sana Kliniken AG ist ein führender integrierter Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung für jährlich drei Millionen Patientinnen und Patienten erstreckt sich von Präventionsangeboten über die ambulante und stationäre Versorgung bis hin zu Nachsorge, Rehabilitation und Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Diese Leistungen werden bundesweit in 43 Krankenhäusern, 51 MVZ-Gesellschaften mit knapp 600 Arztsitzen sowie zusammen rund 60 Sanitätshäusern und Präventionspraxen erbracht. Darüber hinaus bietet Sana als B2B-Services auch Dienstleistungen und Beratung für externe Kliniken unter anderem in den Bereichen Einkauf, Logistik, Medizintechnik sowie Managementverträge an. 2023 erwirtschafteten die rund 38.600 Beschäftigten (Stand Dezember 2023) einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro. Eigentümer der 1976 gegründeten Sana Kliniken AG sind 24 Private Krankenversicherungen.