Remscheid,
03
August
2026
|
12:47
Europe/Amsterdam

Wenn Bauchschmerzen zum Dauerzustand werden: Neue minimal-invasive Therapie gegen ACNES-Syndrom

Zusammenfassung

Oberarzt Richard Fischer bringt seine Expertise zur Diagnose und Behandlung des häufig übersehenen ACNES-Syndroms nach Remscheid.

Chronische Bauchschmerzen, für die selbst nach Magen- oder Darmspiegelung, Ultraschall und Computertomografie keine Ursache gefunden wird, gehören zu den belastendsten Beschwerdebildern für Patientinnen und Patienten. Oberarzt Richard Fischer aus der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und minimalinvasive Chirurgie am Sana-Klinikum Remscheid kennt dieses Problem aus seiner langjährigen Tätigkeit an einer norwegischen Klinik, in der er die Behandlung des sogenannten ACNES-Syndroms etabliert hat. Diese Expertise bringt er nun nach Remscheid.

„ACNES ist eine häufige, aber leider oft übersehene Ursache für Bauchschmerzen. Viele Betroffene haben bereits einen langen Weg an Untersuchungen hinter sich, ohne dass eine Erklärung gefunden wurde. Umso wichtiger ist es, frühzeitig an diese Möglichkeit zu denken – denn die Ursache ist real, gut diagnostizierbar und in den meisten Fällen sehr erfolgreich behandelbar“, erklärt der Oberarzt.

Ein eingeklemmter Nerv als Ursache

In vielen Fällen liegt das Problem nicht in den inneren Organen, sondern in der Bauchwand selbst: Beim ACNES-Syndrom (Abdominal Cutaneous Nerve Entrapment Syndrome) wird ein kleiner Hautnerv beim Durchtritt durch die Bauchmuskulatur eingeklemmt und verursacht dadurch starke, punktuell lokalisierbare Schmerzen. Die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und minimalinvasive Chirurgie am Sana-Klinikum Remscheid bietet für diese oft lange unerkannte Erkrankung nun eine gezielte Diagnostik und Behandlung an.

Sichere Diagnose durch gezielten Test

Typische Hinweise auf ein ACNES-Syndrom sind Schmerzen, die sich auf einen genau bestimmbaren Punkt am Bauch lokalisieren lassen und sich bei Anspannung der Bauchmuskulatur – etwa beim Husten, Lachen oder Aufrichten aus dem Liegen – verstärken. Die Diagnose gelingt zuverlässig durch den sogenannten Carnett-Test in Kombination mit einer gezielten, ultraschallgesteuerten örtlichen Betäubung des betroffenen Nervs. Lässt der Schmerz dadurch kurzzeitig nach, gilt die Diagnose als gesichert.

Minimal-invasiver Eingriff schafft dauerhafte Linderung

Da klassische Schmerzmittel bei dieser Form von Nervenschmerz in aller Regel nicht wirken, ist eine Operation meist der zuverlässigste Weg zur dauerhaften Entlastung. Am Sana-Klinikum Remscheid kommt dabei das neuartige MEPONE-Verfahren zum Einsatz, eine Schlüsselloch-Technik: Ein großer Bauchschnitt ist nicht notwendig, der Bauchraum selbst wird nicht eröffnet. Über eine kleine Kamera wird der eingeklemmte Nerv gezielt aufgesucht und durchtrennt. Der Eingriff gilt als risikoarm und führt in den meisten Fällen zu einer deutlichen Besserung der Beschwerden. Nach der Operation ist in der Regel ein kurzer stationärer Aufenthalt von ein bis zwei Nächten vorgesehen; die Entlassung erfolgt meist am ersten oder zweiten Tag danach.

Informationen für Patientinnen und Patienten

Eine Vorstellung in der Sprechstunde der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und minimalinvasive Chirurgie kann sinnvoll sein bei punktuell lokalisierbaren, belastungsabhängigen Bauchschmerzen ohne auffälligen Organbefund. Terminvereinbarungen sind über die Terminambulanz möglich.

Kontakt:
Terminambulanz: 02191 13-4400
Web: www.sana.de/remscheid
Sana-Klinikum Remscheid, Burger Str. 211, 42859 Remscheid

Richard Fischer, Sana-Klinikum Remscheid

Richard Fischer, Oberarzt und Facharzt für Viszeralchirurgie in der Allgemein-, Viszeral- und Minimal Invasive Chirurgie am Sana-Klinikum Remscheid

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Über das Sana-Klinikum Remscheid GmbH

Die Sana-Klinikum Remscheid GmbH ist mit 506 Planbetten eines der größten Häuser unter den Kliniken der Sana Kliniken AG – einer der großen privaten Krankenhausträger Deutschlands. Für die Bürger in Remscheid und der gesamten Region ist das Sana Klinikum Remscheid erste Anlaufstelle für akute und chronische Erkrankungen. Fachübergreifend gewährleisten 14 Abteilungen und acht interdisziplinäre Zentren eine exzellente medizinische Behandlung. Das breite und spezialisierte Spektrum an qualifizierten Leistungen bietet Patienten eine qualitativ hochwertige, umfassende Generationenmedizin von Schwangerschaft und Geburt über Kinder- und Jugendmedizin bis hin zur Medizin des erwachsenen und auch älteren Menschen – und das alles unter einem Dach. Mehr als 1.000 Mitarbeiter arbeiten an zwei Standorten (Klinikum in der Burger Straße Remscheid und Tagesklinik und Psychiatrische Institutsambulanz Wuppertal) Hand in Hand für die Gesundheit und das Wohl der jährlich etwa 24.000 stationären und 45.000 ambulanten Patienten.

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