Hürth,
19
Juni
2024
|
15:10
Europe/Amsterdam

Wir kämpfen für die Menschen im Rhein-Erft-Kreis

Zusammenfassung

Geht es nach Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und der NRW-Krankenhausreform, steht die mehrfach ausgezeichnete und qualitativ hochwertige stationäre Kardiologie des Sana-Krankenhauses Hürth zur Disposition. „Gemäß dem ersten Anhörungsschreiben vor einigen Wochen zu den allgemeinen Leistungsgruppen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) sollten wir unverändert unserem Versorgungsauftrag nachkommen“, sagt Dr. Torsten Schwalm, Chefarzt des Zentrums Innere Medizin. „Darum wurden wir jetzt von dem zweiten Anhörungsschreiben zu den speziellen Leistungsgruppen des MAGS vollkommen überrascht und können diese Wendung nicht nachvollziehen.“

Geschäftsführer Michael Weckmann bestätigt den Eindruck des Ärztlichen Direktors: „Wir sind ein Notfallkrankenhaus mit NEF-Standort (Notfalleinsatzfahrzeug) und stellen seit Jahren die Notfallversorgung für Hürth und den Rhein-Erft-Kreis mit unseren Ärzten - vor allem aus der Kardiologie - sicher. Hier ist die Versorgungssicherheit der Bevölkerung in Gefahr, wenn wir unsere kardiologische Expertise verlieren.“

Dr. Schwalm ergänzt: „Im Jahr 2023 konnten wir, ambulant und stationär, fast 2.000 Bürgerinnen und Bürger kardiologisch versorgen. Diese Fallzahl hatten wir auch im Rahmen der Krankenhausplanung beantragt. Damit versorgen wir ungefähr halb so viele Fälle wie eine Uniklinik und deutlich mehr Fälle als viele Einrichtungen der Umgebung. Unser Herzkatheterlabor ist als eines der ersten im Rhein-Erft-Kreis seit 1998 in Betrieb und hat durch ständige Modernisierung eine absolute Ausnahmestellung in der Versorgungsqualität. Im vergangenen Jahr sind wir als ‚Ausbildungsstätte Interventionelle Kardiologie‘ von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie anerkannt worden. Ein Prädikat für außergewöhnliche Qualität. Eine Vielzahl von Eingriffen werden nur bei uns durchgeführt – wie etwa die kathetergeführte Notfalltherapie der Lungenembolie und die interventionelle Blutdruckbehandlung – oder andernorts allenfalls vereinzelt wie die hochkomplexen Eingriffe an den Herzkranzarterien. Zudem verfügen wir über die volle Weiterbildungsermächtigung der Kardiologie. Die Kardiologie am Standort ist das Flaggschiff der Herzmedizin im gesamten Kreisgebiet, sodass der fehlende Zuschlag an der Versorgungswirklichkeit vorbeigeht.“

Aber es geht noch weiter: Im Rhein-Erft-Kreis hat kein Standort den Zuschlag für die Implantation von Defibrillatoren, also lebensrettenden Schrittmachersystemen, erhalten. Mit unseren Ärztinnen und Ärzten haben wir auch hier die Expertise und das Wissen, die Implantation von Defibrillatoren vorzunehmen und Leben zu retten, was uns ohne Zuschlag verwehrt bleibt. Es droht eine Versorgungslücke mit potentiell lebensbedrohlichen Folgen für Patientinnen und Patienten. Zudem sind im Rhein-Erft-Kreis nur 150 spezielle Katheteruntersuchungen zur Therapie von Herzrhythmusstörungen (EPU) am Standort Frechen vorgesehen. Der projizierte demographische Bedarf der Zuzugsregion ist damit nicht gedeckt. Das Sana-Krankenhaus Hürth bewirbt sich gerade als zweites Haus für diese Leistungsgruppe, die schon seit mehr als einem Jahr in hoher Qualität hier abgebildet wird.

Nach vielen Krankenhausinsolvenzen in Deutschland und auch im Rhein-Erft-Kreis ist das Sana-Krankenhaus Hürth ein wirtschaftlich stabiles Krankenhaus. Der Standort, der seit 40 Jahren zur Sana-Familie gehört, wurde für mehrere Millionen Euro von Grund auf saniert. Ein zweites hochmodernes und telemedizinisch vernetztes Herzkatheterlabor mit OP-Standard soll die hohe Nachfrage am Standort sicherstellen.

Die aktuelle Entscheidung ist auch für die Bürgerinnen und Bürger in Hürth und dem Rhein-Erft-Kreis nicht nachzuvollziehen. So stellt Dr. Schwalm fest: „Viele besorgte Menschen rufen schon bei uns an, das Telefon steht nicht still. Wir werden für den Erhalt unseres Leistungsspektrums kämpfen und dafür, unseren Patientinnen und Patienten auch weiterhin eine umfassende (kardiologische) Versorgung bieten zu können.“

Über das Sana Krankenhaus Hürth

Das Sana-Krankenhaus Hürth ist ein hochmodernes Haus der gehobenen Grund- und Regelversorgung in der Metropolregion Köln-Bonn, das die medizinische Versorgung der Bevölkerung in Hürth und dem Rhein-Erft-Kreis mit seinen Fachabteilungen für Innere Medizin, Chirurgie und Anästhesie sicherstellt. Rund 350 hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich jährlich um über 25.000 Patientinnen und Patienten im stationären und ambulanten Bereich.
Das Hürther Krankenhaus wurde 1984 durch Sana übernommen und war damals deutschlandweit das erste kommunale Haus, das privatisiert wurde. Die Übernahme war mit einer mindestens 20-jährigen Bestandszusage verbunden. Seitdem wurde das Sana-Krankenhaus Hürth mehrfach erweitert, saniert und (medizinisch) modernisiert. Mit seinen zukunftsfähigen Voraussetzungen für die qualifizierte medizinische Versorgung der Bevölkerung gewinnt es zunehmend an Bedeutung für die gesamte Region.

Über die Sana Kliniken AG

Die Sana Kliniken AG ist ein führender integrierter Gesundheitsdienstleister im deutschsprachigen Raum. Die ganzheitliche Gesundheitsversorgung für jährlich drei Millionen Patientinnen und Patienten erstreckt sich von Präventionsangeboten über die ambulante und stationäre Versorgung bis hin zu Nachsorge, Rehabilitation und Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln. Diese Leistungen werden bundesweit in 43 Krankenhäusern, 51 MVZ-Gesellschaften mit knapp 600 Arztsitzen sowie zusammen rund 60 Sanitätshäusern und Präventionspraxen erbracht. Darüber hinaus bietet Sana als B2B-Services auch Dienstleistungen und Beratung für externe Kliniken unter anderem in den Bereichen Einkauf, Logistik, Medizintechnik sowie Managementverträge an. 2023 erwirtschafteten die rund 38.600 Beschäftigten (Stand Dezember 2023) einen Umsatz von 3,3 Milliarden Euro. Eigentümer der 1976 gegründeten Sana Kliniken AG sind 24 Private Krankenversicherungen.