Hameln-Pyrmont,
28
Mai
2026
|
09:36
Europe/Amsterdam

Zuhören, begleiten, da sein: Ralf Hoffmann startet als Klinikseelsorger in Hameln

Zusammenfassung

Mit Ralf Hoffmann hat das Sana Klinikum Hameln-Pyrmont einen neuen Klinikseelsorger gewonnen. Der 52-Jährige lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Salzhemmendorf-Lauenstein und ist seit wenigen Tagen im Klinikum tätig. Offiziell eingesegnet wurde der weitergebildete Diakon am 5. Mai im Rahmen eines Gottesdienstes im Raum der Stille durch Superintendent Dr. Stephan Vasel vom Kirchenkreis Hameln-Pyrmont. Seine ersten Eindrücke beschreibt Hoffmann als „sehr herzlich und einladend“. „Ich fühle mich hier sehr ernst genommen und gut aufgenommen“, sagt Hoffmann. „Man merkt, dass hier viele Berufsgruppen eng zusammenarbeiten und Menschen gemeinsam begleiten.“

Der gebürtige Hildesheimer verbrachte rund 20 Jahre in Nordrhein-Westfalen, bevor er vor sieben Jahren nach Niedersachsen zurückkehrte. Beruflich bringt Hoffmann vielfältige Erfahrungen mit, unter anderem war er als leitender Jugendreferent in der Evangelischen Kirche im Rheinland tätig und arbeitete als Sozialarbeiter in der evangelischen Kinder- und Familienhilfe in Krefeld – ebenfalls in leitender Funktion. Weitere Stationen führten ihn in die Jugendhilfe bei der Stadt Gelsenkirchen sowie beim Landkreis Hameln-Pyrmont. Die langjährige Arbeit mit Menschen in belastenden Lebenssituationen prägt heute auch seinen Blick auf die Krankenhausseelsorge. „Ich möchte Menschen Raum geben, ins Gespräch zu kommen – unabhängig davon, ob es um Angst, Krankheit, Trauer oder die großen Fragen des Lebens geht“, sagt Hoffmann. „Seelsorge ergänzt Medizin um eine menschliche und spirituelle Dimension.“

Begleitung in Krisen, Trauer und besonderen Lebenssituationen

Die Klinikseelsorge ist ein fester Bestandteil des Sana Klinikums Hameln-Pyrmont und versteht sich als offenes ökumenisches Angebot für Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie Mitarbeitende. Hoffmann begleitet Menschen unter anderem in Krisensituationen, bei schweren Diagnosen, im Sterbeprozess oder in Zeiten psychischer Belastung. „Ich möchte das bestehende Angebot meiner Vorgängerin Birgit Hodemann fortführen und orientiert am Bedarf der Menschen weiterentwickeln“, erklärt Hoffmann. „Besonders wichtig ist mir, mir Zeit für Menschen zu nehmen.“ Ein Schwerpunkt liege in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen und ebenso der Mitarbeitenden, die sie pflegerisch, therapeutisch und medizinisch begleiten. Wichtig sei ihm dabei auch die enge Zusammenarbeit mit der Palliativstation, der Onkologie, der Geriatrie, dem Hospiz, dem Kirchenkreis und weiteren Berufsgruppen im Klinikum. Auch Aussegnungen, Andachten und persönliche Gespräche gehörten zu seinen Aufgaben. Zudem freue er sich auf die Zusammenarbeit mit den Grünen Damen.

Gemeinsam mit Mitarbeitenden und Ehrenamtlichen möchte Hoffmann die Klinikseelsorge nun weiterentwickeln und bedarfsgerecht gestalten. „Seelsorge verstehe sich dabei bewusst als leises Angebot und geschützter Raum, den ich als Seelsorger schaffen möchte und wo ich auch der Schweigepflicht unterliege. Denn oft geht es gar nicht um große Worte, sondern um das persönliche Gespräch und die Möglichkeit, sich von Belastungen los zu sprechen. Menschen sollen sich mit ihrer Geschichte und ihrer Biografie wahrgenommen und angenommen fühlen“, sagt er. Besonders berührend sei für ihn bereits in den ersten Tagen ein Gespräch mit einem Patienten gewesen, der nach einer Nahtoderfahrung von einem tiefen Gefühl von Frieden und Geborgenheit berichtet habe. „Solche Gespräche zeigen, wie wichtig Zeit und Aufmerksamkeit für Menschen sind“, so Hoffmann. Für seine Einsegnung wählte Hoffmann einen Vers aus Psalm 36: „Wie köstlich ist deine Güte, Gott, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben.“ Dieser Zuspruch begleite ihn auch in seiner täglichen Arbeit.

In seiner Freizeit ist Hoffmann gerne in der Natur unterwegs, beim Wandern, Radfahren oder im Garten. Zudem engagiert er sich ehrenamtlich in einer landeskirchlichen Kirchengemeinde. Auf seine neue Aufgabe blickt er mit Vorfreude: „Ich freue mich darauf, Menschen zu begleiten, zuzuhören und gemeinsam Wege durch schwere Situationen zu finden.“

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Ralf Hoffmann Klinikseelsorger am Sana Klinikum Hameln-Pyrmont
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