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Gesundheitstipps der Sana Kliniken Leipziger LandVorteile Reha- und Präventionssport

Handball, Laufen, Schwimmen oder Tanzen? Welche Sportarten sind besonders gesundheitsfördernd? Und worauf sollte man achten? Ein Gespräch mit Jan Geishendorf, einer der beiden Leiter des Instituts für Therapeutische Medizin an den Sana Kliniken Leipziger Land in Borna.

Was versteht man eigentlich unter dem Begriff „gesundheitsfördernder Sport". Zählt dazu auch – sagen wir – Handball?
Jede Art von regelmäßiger Bewegung tut unserem Körper zunächst einmal gut. Also auch Handball. Aber gesundheitsfördernder Sport meint im Besonderen Sportangebote, die zuallererst darauf ausgerichtet sind, uns gesund zu halten. Sie stärken gezielt unsere Gesundheitsressourcen wie zum Beispiel Ausdauer, Beweglichkeit oder Kraft und unterstützen somit das Herz-Kreislauf- oder auch das Muskel-Skelett-System. Gleichzeitig sind die Inhalte des gesundheitsfördernden Sports so gewählt, dass das Risiko sich zu verletzen oder individuell zu überlasten, eher unwahrscheinlich ist. Leistung oder Wettbewerb spielen hier explizit keine Rolle. Vielmehr geht es darum, sich regelmäßig und mit Freude zu bewegen.

Kommen gesundheitsfördernde Sportangebote dann eher für ältere Menschen infrage?
Nein, der Gesundheitssport ist generationsübergreifend. Er unterteilt sich in zwei Bereiche: den Präventionssport und den Rehabilitationssport. Beim Präventionssport geht es darum, die eigene Gesundheit zu unterstützen und Beschwerden sowie Krankheiten wie zum Beispiel Herzerkrankungen, Rückenbeschwerden oder auch Krebs mit Sport vorzubeugen. Zielgruppe können hierbei durchaus auch jüngere Menschen sein, die möglichst fit bleiben möchten für ihr Berufs-, aber auch Privat- und Familienleben. Rehasport ist auf Menschen ausgerichtet, die schon Erkrankungen und Beeinträchtigungen aufweisen, etwa einen Herzinfarkt, einen Bandscheibenvorfall, eine Krebserkrankung oder Asthma. Hier geht es darum, die körperliche Leistungsfähigkeit zu erhalten und im besten Fall zu steigern. Wer von seinem Arzt oder seiner Ärztin eine Verordnung für Rehasport erhält, bekommt die Teilnahme an entsprechend anerkannten Sportangeboten für die verordnete Dauer von der Krankenkasse bezahlt. Das ist gesetzlich verankert. Bei Rehasport sollte man also nicht zögern. Das gilt selbstverständlich auch für jüngere Menschen, die nach einer bestimmten Erkrankung oder auch einem Unfall von der Teilnahme am Rehasport profitieren können. Außerdem gilt es nach wie vor, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass es besser ist, sich zu bewegen statt Schmerztabletten zu nehmen.

Welche Sportarten sind Ihrer Meinung nach die besten, um die Gesundheit dauerhaft zu fördern?
Gymnastik, Laufen, Schwimmen und Radfahren. Das sind meiner Meinung nach Sportarten, die gut in den Alltag integrierbar sind und für die es fast keine Ausreden gibt. Man muss sich dafür in keinem Verein anmelden und auch kein Geld ausgeben. Laufen und Fahrrad fahren lässt sich wunderbar in der Nachbarschaft oder in der Natur durchführen. Und selbst fürs Schwimmen braucht es im Sommer nicht mal ein Frei- oder Hallenbad, dafür bieten sich auch die vielen Seen der Region an. Hinzu kommt, dass die Sportarten in unterschiedlicher Intensität für jede Generation geeignet sind. Wer nicht mehr so kann, kann auch eine halbe Stunde spazieren gehen oder walken statt joggen, dabei die frische Luft genießen, entspannen und die mentale Gesundheit stärken.

Wo kann ich Sport machen?
Zuhause, im Fitnessstudio und in der freien Natur. Eigentlich überall. Wenn sie eher der gesellige Typ sind, der Sport lieber zusammen mit anderen macht, dann gibt es eine Vielzahl von Sportvereinen in der Region. Oder Sie suchen gezielt nach einem Gesundheitssportverein, dem man beitreten kann.

Kontakt

Jan Geishendorf

Jan Geishendorf

Leiter des Instituts für therapeutische Medizin, Sana Kliniken Leipziger Land in Borna

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