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Der Weg zum Wohlfühl-KörperBauchdeckenstraffung

Für viele Menschen gilt ein schöner, flacher Bauch als Schönheitsideal. Um das zu erreichen sind in der Regel ein gesunder Lebensstil, die richtige Ernährung und ausreichend Bewegung ausschlaggebend. Allerdings führt selbst die disziplinierteste sportliche Betätigung nicht immer zum flachen und straffen Bauch. Es gibt medizinische Umstände, die eine Vorwölbung des Bauches oder ein Hängen der Bauchhaut verursachen und nicht durch Sport verschwinden. In diesen Fällen ist eine Bauchdeckenstraffung der richtige Weg zum Ziel, erklärt Dr. Sixtus Allert, Chefarzt der Klinik für Plastische & Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie und Ärztlicher Direktor am Sana Klinikum Hameln-Pyrmont, im Interview.

Wozu braucht man eine Bauchdeckenstraffung?

Eine Bauchdeckenstraffung (auch Abdominoplastik oder Bauchdeckenplastik genannt) sorgt dafür, dass überschüssige und schlaffe Haut am Bauch entfernt wird. Zusätzlich wird dabei auch die Bauchmuskulatur gestrafft, denn oftmals liegt ein Erschlaffen und Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln vor. Dies wird auch Rektusdiastase genannt. Vor allem nach einer Schwangerschaft oder einer starken Gewichtszu- und -abnahme bleibt der Bauch aufgrund einer Rektusdiastase weiterhin kugelrund, obwohl kaum noch Fettgewebe vorhanden ist. Falls der Hautüberschuss allerdings doch durch lokale Fettpolster bedingt ist, sollte eher eine Fettabsaugung durchgeführt werden. Vorweg sind eine gründliche Untersuchung und eine ausführliche Beratung durch einen Facharzt für Plastische Chirurgie unerlässlich, um die für den Patienten passenden Möglichkeiten und Alternativen zu finden.

Welche Art von Bauchdeckenstraffung ist die richtige?

Bei kleineren Hautüberschüssen unterhalb des Bauchnabels kann eine sogenannte Mini-Abdominoplastik, also eine kleine Bauchdeckenstraffung, durchgeführt werden. Dabei ist der Schnitt am Unterbauch kleiner und der Bauchnabel wird nicht versetzt. Im Gegensatz dazu kann es bei sehr ausgeprägten Hautüberschüssen notwendig sein, eine Bauchdeckenstraffung mit Mittelschnitt – auch Fleur-de-Lis-Technik genannt – durchzuführen. Dabei wird neben einem Schnitt am Unterbauch auch ein gerader Schnitt in der Bauchmitte durchgeführt. Eine Abdominoplastik wird oftmals auch mit anderen Eingriffen kombiniert, um mehrere Problemzonen gleichzeitig zu behandeln. Typischerweise werden im selben Eingriff oft lokale Fettpolster am Bauch und an den Flanken durch eine Fettabsaugung mit entfernt. Insbesondere bei Frauen kommt es vor, dass sie sich nach der Schwangerschaft und Stillzeit in ihrem neuen Körper unwohl fühlen. Im Rahmen eines sogenannten „Mommy Makeovers" kann die Bauchdeckenstraffung mit einer Bruststraffung oder -vergrößerung kombiniert werden, um Frauen wieder zu ihrem Wohlfühl-Körper zu verhelfen.

Und wie läuft dann alles ab?

Alles beginnt mit einer ausführlichen Untersuchung und Beratung durch einen Facharzt für Plastische Chirurgie. Dabei ist zum einen wichtig, dass die Behandlungsmöglichkeiten besprochen werden, die am besten zu den Wünschen des Patienten passen. Zum anderen wird die medizinische Vorgeschichte, wie zum Beispiel vorherige Operationen, Vorerkrankungen oder ein Nikotinkonsum beurteilt. Letzteres sollte vor dem Eingriff unbedingt eingestellt werden. Eine Bauchdeckenstraffung, ob alleine oder in Kombination mit anderen Eingriffen, wird üblicherweise in Narkose durchgeführt. Meistens bleiben Patienten nach dem Eingriff noch für ein bis zwei Tage in der Klinik.

Im Anschluss an eine Bauchdeckenplastik sollte für vier bis sechs Wochen ein spezielles Stützmieder getragen werden und auf körperliche Anstrengungen, vor allem Sport, verzichtet werden. Darüber hinaus sollte die Sonnenstrahlung für mindestens sechs Monate gemieden und die Haut sowie die Narbe mit Sonnenmilch mit Lichtschutzfaktor 50 geschützt werden.

Kontakt

Dr. Sixtus Allert

Dr. Sixtus Allert

Chefarzt der Klinik für Plastische & Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie sowie Ärztlicher Direktor, Sana Klinikum Hameln-Pyrmont

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