Cham

Sana Kliniken des Landkreises Cham beteiligen sich an bundesweiten Herzwochen und informieren über die Volkskrankheit Herzschwäche. Atemnot und Abgeschlagenheit: Herzschwäche kann dahinterstecken

Cham, 13. November 2020. Trotz Corona: Die Sana Kliniken des Landkreises Cham beteiligen sich auch in diesem Jahr an den Herzwochen der Deutschen Herzstiftung. Aufgrund der Pandemie wird in diesem Jahr allerdings ein besonderes Format gewählt. Der Herzspezialist Prof. Dr. Stefan Buchner, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin II – Interventionelle Kardiologie an den Kliniken, erklärt in einem anschaulichen Online-Video die verschiedenen Möglichkeiten der Prävention, Diagnostik und Therapie der Herzschwäche (Herzinsuffizienz). Die Deutsche Herzstiftung ruft immer im November zur Teilnahme an der bundesweiten Aktion auf, die diesmal unter dem Motto „Das schwache Herz“ steht. Das Online-Video wurde in Kooperation mit dem Fernsehsender TVA produziert; durch das Gespräch mit Prof. Dr. Buchner führt TVA-Moderator Martin Lindner. Verfügbar ist das neue Video für alle Interessierten ab Anfang kommender Woche auf der Startseite der Sana Kliniken des Landkreises Cham (www.sana.de/cham) und auf der Homepage der Abteilung für Innere Medizin II (www.sana.de/cham/medizin-pflege/innere-medizin-ii).

Fünf bis sechs Liter Blut pro Minute pumpt das Herz durch unseren Körper und versorgt so unsere Organe mit lebenswichtigem Sauerstoff und Nährstoffen. Schädigt aber ein Herzinfarkt oder ein unbehandelter Bluthochdruck den Herzmuskel, so dass der an Pumpkraft verliert und es dann zur chronischen Herzschwäche (Herzinsuffizienz) kommt, hat das schwerwiegende Folgen. Nicht nur das Herz selbst, auch andere Organe wie Gehirn, Nieren oder Muskeln nehmen Schaden. Im fortgeschrittenen Stadium kann die Herzschwäche lebensbedrohlich werden. Bundesweit sind pro Jahr rund 465.000 Klinikaufnahmen wegen einer Herzschwäche zu verzeichnen, rund 40.000 Menschen sterben jährlich daran.

Das Tückische an der Herzschwäche ist, dass sie meistens mit Atemnot und einer Leistungsabnahme beginnt. Die Beschwerden können unspektakulär sein: „Man schafft eine Wanderung nicht mehr oder aber beim Treppensteigen geht die Puste aus. Man ist müde, abgeschlagen und die Unterschenkel oder Fußgelenke sind geschwollen, weil sich Flüssigkeit eingelagert hat“, erklärt Prof. Dr. Buchner. Die Symptome der Herzschwäche sind also zum Teil eher diffus und somit für die oft älteren Patienten nicht immer dem Herzen zuzuordnen. „Das birgt die Gefahr, dass ältere Betroffene ihre Beschwerden dem Alter zuschreiben und einfach hinnehmen, anstatt zum Arzt zu gehen. Mit fatalen Folgen bis hin zu schweren Komplikationen und Einbußen an Lebensqualität oder gar Tod“.

Vor diesem Hintergrund ist die Herzschwäche eine sehr ernste Erkrankung. Auch die Überlastung eines ohnehin geschwächten Herzens durch eine bakterielle oder Virus-Infektion gilt es zu vermeiden; da beispielsweise eine Covid-19-Erkrankung bei Herzpatienten zu schweren Krankheitsverläufen führen kann. Allein in Deutschland leiden nach Expertenschätzungen bis zu vier Millionen Menschen an einer Herzschwäche. Zugleich mangelt es in der Bevölkerung an Wissen über die Ursachen der Herzschwäche und über die Möglichkeiten der Therapie sowie der Vorbeugung durch eine Behandlung der Risikofaktoren. Was aber tun, wenn bei einem selbst eine oder gar mehrere Warnzeichen zu beobachten sind? Wie kann man vorbeugen? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Antworten darauf gibt Prof. Dr. Buchner in seinem neuen Video.

Um die Öffentlichkeit  für die Warnzeichen der Volkskrankheit Herzschwäche zu sensibilisieren, informiert auch die Herzstiftung in den bundesweiten Herzwochen „Das schwache Herz“ vom 1. bis zum 30. November unter www.herzstiftung.de/herzwochen2020 über die Ursachen, Symptome und Therapie der Herzinsuffizienz.

 

 

Sana Kliniken des Landkreises Cham

Alexander Schlaak

Telefon: 09971 409-2132 | Email: alexander.schlaak@sana.de

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