Offenbach,
06
August
2026
|
10:40
Europe/Amsterdam

Polyneuropathie: Wenn die Füße nicht mehr richtig fühlen

Zusammenfassung

Mit einem unangenehmen Kribbeln oder Ameisenlaufen an den Zehen oder Füßen ohne erkennbare Ursache geht es meist los. Im späteren Verlauf kommen dann Taubheitsgefühl, vermindertes Temperaturempfinden oder sogar Schmerzen hinzu. Polyneuropathie nennt sich diese Erkrankung der Nerven, die in der Regel Folge einer anderen Erkrankung ist. Je eher diese diagnostiziert und behandelt wird, desto besser lassen sich die Symptome in den Griff bekommen. In einem Vortrag am 13. August in der VHS Offenbach beschäftigt sich PD Dr. med. Ferdinand Bohmann, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Sana Klinikum Offenbach, ausführlich mit dem Thema und gibt wichtige Informationen zur Behandlung wie auch wertvolle Tipps für den Alltag.

„Polyneuropathie ist eine Erkrankung des peripheren Nervensystems“, erklärt Dr. Bohmann. „Rund 15 Prozent aller Menschen über 65 Jahre leiden darunter. Bei einer Polyneuropathie werden entweder die Nervenfasern selbst geschädigt oder ihre schützende Hülle, wodurch die Signalübertragung zwischen Körper und Gehirn gestört wird. Da die längsten Nervenfasern am empfindlichsten sind, machen sich die Beschwerden meist zuerst in den Füßen bemerkbar und wandern dann langsam nach oben. Diese typische Verteilung gibt erste Hinweise – allerdings muss nicht jedes Kribbeln eine Polyneuropathie sein."

Die Diagnostik erfolgt in einer Kombination aus gründlicher Anamnese und klinischer Untersuchung. Zudem werden Sensibilität und Reflexe mit einfachen Tests ebenso überprüft wie die Nervenleitgeschwindigkeit. Steht die Diagnose Polyneuropathie, gilt es die Ursache zu finden. „Häufige Ursachen dieser Erkrankung sind Diabetes mellitus, also die Zuckerkrankheit, oder langjähriger hoher Alkoholkonsum“, so der Experte. „In selteneren Fällen können eine Vitamin B12-Mangel, eine Schilddrüsen- oder eine Nierenerkrankung die Ursache sein.“

Eine umfassende Diagnose ist folglich das A und O, um diese Erkrankung in den Griff zu bekommen. „Wenn die Grunderkrankung erkannt und behandelt wird, lassen sich die Symptome einer Polyneuropathie in der Regel sehr gut lindern“, so Dr. Bohmann. „Es gibt sogar seltene Fälle, in denen sich die Nerven so weit regenerieren, dass die Beschwerden komplett verschwinden. Daher ist es auch so wichtig, dieser Erkrankung so früh wie möglich auf den Grund zu gehen, um eine weitere Schädigung der Nerven zu verhindern.“

Wer mehr zum Thema wissen möchte:

„Wenn die Füße nicht richtig fühlen - Einblicke in die Polyneuropathie“ Vortrag von PD Dr. med. Ferdinand Bohmann 13. August 2026, 18 Uhr Volkshochschule Offenbach, Berliner Str. 77, Raum 110 – Anmeldung erforderlich! Kurs-Nr. E573BU, www.offenbach.de oder 069 8065 - 3141

Interessenten erfahren, wie die Erkrankung erkannt wird und wann ärztlicher Rat sinnvoll ist. Außerdem werden einfache Tipps für den Alltag sowie Möglichkeiten der Behandlung vorgestellt. Ziel ist es, Betroffenen und Interessierten Orientierung zu geben und die Lebensqualität zu verbessern.

Portrait_Dr.Bohmann

PD Dr. med. Ferdinand Bohmann, Chefarzt der Neurologischen KLinik, Sana Klinikum Offenbach

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Über das Sana Klinikum Offenbach

Das Sana Klinikum Offenbach ist ein akademisches Lehrkrankenhaus der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt und zählt zu den größten Klinikeinrichtungen der Rhein-Main-Region. Als Krankenhaus der Maximalversorgung mit über 900 Planbetten verfügt das Klinikum über 27 Fachkliniken, 13 Institute und zertifizierte Fachzentren sowie die größte Notaufnahme Hessens. Etwa 3.000 Beschäftigte sorgen dafür, dass jährlich rund 37.000 stationäre und 90.000 ambulante Patient:innen mit den neuesten medizinischen Diagnose- und Therapiemethoden optimal versorgt werden. Unsere Beschäftigten erbringen ausgezeichnete Spitzenleistungen, arbeiten in effektiven und patientenorientierten Prozessen und mit modernster Medizintechnik. Als einer der größten Gesundheitsdienstleister in Deutschland verfügt Sana über verschiedene Business Units (Gesundheitsversorgung, Krankenhaus-Services und Gesundheit) und versorgt jährlich rund 2,2 Millionen Patient:innen nach höchsten Qualitätsansprüchen. Mehr als 35.500 Mitarbeitende an über 54 Standorten vertrauen bereits auf uns. Sie alle profitieren von einem Arbeitsumfeld mit abwechslungsreichen Herausforderungen und viel Raum für Eigeninitiative. Bei Sana können Sie sowohl eigene Schwerpunkte entwickeln als auch ein interdisziplinäres Netzwerk aufbauen.

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