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Warum konsequenter UV-Schutz wichtig ist und wie sich das Risiko für Hautkrebs senken lässt
Die Sommermonate laden zu Aktivitäten im Freien ein. Doch mit den steigenden Temperaturen und der intensiveren Sonneneinstrahlung wächst auch das Risiko für Sonnenbrand und Hautkrebs. Die Chefärzte der Klinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie am Sana Klinikum Hameln-Pyrmont, Dr. Sixtus Allert und Dr. Melodi Motamedi, raten deshalb zu einem konsequenten Schutz vor UV-Strahlung. Denn die Haut vergisst nicht und jeder Sonnenbrand hinterlässt Spuren, die das Risiko für Hautkrebs langfristig erhöhen können.
Hautkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Der größte Teil entfällt dabei auf den sogenannten weißen Hautkrebs, dessen Häufigkeit in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Auch beim schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom, werden jährlich mehr als 27.000 Neuerkrankungen registriert. „Viele Menschen denken, ein Sonnenbrand sei lediglich eine kurzfristige Hautschädigung. Tatsächlich erhöht jedoch jede intensive UV-Belastung das Risiko für Hautkrebs. in Sonnenbrand zeigt, dass die Haut bereits geschädigt wurde. UV-Strahlen können das Erbgut der Hautzellen verändern und so die Entstehung von Hautkrebs begünstigen“, erklärt Dr. Sixtus Allert. Besonders kritisch seien wiederholte Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend, da die Haut über ein sogenanntes UV-Gedächtnis verfüge und Schäden über viele Jahre speichern könne. Daher raten die Experten sich zu Schützen:
Tipp 1: Mittagssonne möglichst meiden
Die intensivste UV-Strahlung tritt zwischen 11 und ca. 14 Uhr auf. In dieser Zeit sollten direkte Sonnenbäder möglichst vermieden werden. „Wer sich in den Mittagsstunden im Freien aufhält, sollte bevorzugt schattige Plätze aufsuchen. Allerdings bietet auch Schatten keinen vollständigen Schutz vor UV-Strahlen“, erläutert Dr. Melodi Motamedi.
Tipp 2: Kleidung ist der beste Sonnenschutz
Leichte, dicht gewebte Kleidung, eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille schützen zuverlässig vor UV-Strahlen. Vor allem Kinder sollten beim Aufenthalt im Freien möglichst viel Haut bedecken.
Tipp 3: Sonnencreme richtig anwenden
Eine weitere wichtige Säule der Vorsorge ist Sonnenschutzmittel. Dort, wo Kleidung keinen Schutz bietet, sollte Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor verwendet werden – am besten Lichtschutzfaktor (LSF) 50. „Die Eigenschutzzeit der Haut ist begrenzt und hängt vom Hauttyp ab. Durch Sonnenschutzmittel lässt sie sich deutlich verlängern“, erklärt Dr. Melodi Motamedi und ergänzt „Entscheidend ist die richtige Anwendung. „Wichtig ist, die Sonnencreme großzügig und rechtzeitig aufzutragen. Häufig wird zu wenig Creme verwendet, wodurch der tatsächliche Schutz deutlich geringer ausfällt als angegeben. Nach dem Schwimmen, Schwitzen oder Abtrocknen sollte der Sonnenschutz erneuert werden. Nachcremen ist wichtig, ersetzt aber nicht den ursprünglichen Sonnenschutz und verlängert die maximale Schutzdauer nicht unbegrenzt.“
Tipp 4: Haut regelmäßig kontrollieren lassen
Neben dem täglichen Sonnenschutz spielt auch die Früherkennung eine wichtige Rolle. Auffällige Hautveränderungen sollten unabhängig vom Alter ärztlich abgeklärt werden. „Wenn sich Muttermale verändern, neue Hautveränderungen auftreten oder Wunden nicht abheilen, sollte dies untersucht werden“, rät Dr. Motamedi. Je früher Hautkrebs erkannt werde, desto besser seien die Behandlungsmöglichkeiten.
Beiden Chefärzten ist die Aufklärung über die Risiken von UV-Strahlung besonders wichtig. „Wer seine Haut schützt und Warnsignale ernst nimmt, kann viel für seine Gesundheit tun. Unser Ziel ist es, für dieses Thema zu sensibilisieren und Hautkrebs möglichst früh zu erkennen und bestenfalls zu verhindern“, sagen Dr. Allert und Dr. Motamedi.
Dr. Sixtus Allert und Dr. Melodi Motamedi raten zu einem konsequenten Schutz vor UV-Strahlung