STEP-Station: Neues Integrations- und Anerkennungskonzept für interkulturelle Pflegefachkräfte
Mit der Eröffnung der „STEP-Station“ im Januar stellt sich das Klinikum zukunftsfähig auf und setzt ein starkes Zeichen für nachhaltige Fachkräfteintegration. Die STEP-Station wurde gezielt ins Leben gerufen, um interkulturelle Pflegefachkräfte während der gesamten Phase ihrer beruflichen Anerkennung im Sana Klinikum Hameln bestmöglich zu begleiten.
Der Name STEP steht für Sprache, Team, Entwicklung und Praxis. Die neue Integrationsstation bietet internationalen Fachkräften einen geschützten, strukturierten Rahmen, in dem sie die Anerkennungsphase verbringen können. Diese dauert in der Regel bis zu zwölf Monate. „Mit der STEP-Station bündeln wir erstmals alle relevanten Strukturen an einem Ort“, erklärt Göran Knösch, Pflegedirektor des Klinikums. „So schaffen wir nicht nur Transparenz und Qualität in der Einarbeitung, sondern vor allem verlässliche Rahmenbedingungen für internationale Fachkräfte. So können sie fachlich und persönlich sicher ankommen, um langfristig Teil unserer Stationsteams zu werden.“
Strukturierte Integration sichert ein gutes Ankommen
Ein wesentlicher Vorteil der STEP-Station ist die gezielte Strukturierung und Überwachung der Einarbeitung, ebenso wie die soziokulturelle Integration. Mit der Integrationsstation wird eine kontinuierliche fachliche Begleitung ermöglicht, da alle Teammitglieder hierauf eingestellt und entsprechend fortgebildet sind. So können sich die Kolleginnen und Kollegen auf der Station gegenseitig unterstützen und von ihren individuellen Erfahrungen profitieren. „Das gesamte Programm ist in ein umfassendes Onboarding-Konzept eingebettet. Denn gerade der Einstieg ist entscheidend für den weiteren Verlauf ihrer Karriere“, betont Maren Engel, Leitung Pflegeentwicklung. „Alle internationalen Fachkräfte starten bei uns mit einer zweiwöchigen Onboarding-Phase. Wir nehmen uns bewusst Zeit, um Orientierung zu geben, Sicherheit zu schaffen und individuelle Bedarfe zu erkennen. Die STEP-Station wird durch ein eigens aufgebautes Integrationsteam begleitet, das sowohl die internationalen Fachkräfte als auch die Mitarbeitenden der Station unterstützt. Dazu gehören unter anderem eine Praxisanleiterin in Vollzeit sowie eine Sozialarbeiterin, die den Fokus auf ein gutes Ankommen und Integration legt.“
Das Integrationsprogramm umfasst zudem zwei bis drei Wochen Hospitation auf anderen Stationen, interne Sprachkurse, gezielte Vorbereitungskurse sowie eine volle Unterstützung durch das Integrationsteam bis zur Absolvierung der Kenntnisprüfung. „Integration gelingt nur, wenn fachliche, sprachliche und soziale Aspekte gemeinsam gedacht werden“, so Maren Engel. „Unser Ziel ist es nicht nur, auf die Kenntnisprüfung vorzubereiten, sondern ein echtes Ankommen im System Krankenhaus in Deutschland zu ermöglichen.“
Optimal auf internationale Fachkräfte eingestellt
„Ein weiterer zentraler Baustein ist das Curriculum, das speziell für die STEP-Station entwickelt wurde. Es bietet eine klare Struktur und Orientierung für alle Beteiligten“, erläutert Pflegewissenschaftlerin Alina Riwert. „Es verbindet theoretisches Wissen, praktische Trainings, Simulationen und Sprachförderung miteinander und ermöglicht ein gemeinschaftliches Lernen, angepasst an den individuellen Kenntnisstand und auf das Fachgebiet sowie Klinikumgebung.“
Die STEP-Station erfüllt sämtliche Anforderungen des Niedersächsischen Landesamts für berufliche Anerkennungsprozesse. Aktuell ist die Integrationsstation im Bereich der Geriatrie angesiedelt, da für die Anerkennung in Deutschland die Kenntnisprüfung in der geriatrische Langzeitpflege abgelegt werden muss. Die theoretische Vorbereitung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Sana Bildungszentrum sowie weiteren externen Bildungsdienstleistern.
Hamza Selmi durchschneidet das Band zur Eröffnung der STEP-Station.
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