Von Vorsorge bis Hightech-OP – Moderne Medizin für Ihren Darm
Gesundheitsvortrag am Donnerstag, 7. Mai, um 18 Uhr im Sana Klinikum Hof
Die Inzidenzrate der Darmkrebs-Neuerkrankungen ist in Deutschland seit einigen Jahren rückläufig. „Das sind die Früchte der intensiven Vorsorge-Bemühungen der vergangenen 20 Jahre. Wir sehen hier, wie erfolgreich Darmkrebs-Prävention funktioniert – und wie wichtig sie ist“, erklärt Professor Dr. Christian Graeb, Chefarzt der Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie am Sana Klinikum Hof.
Professor Graeb leitet das Darmkrebszentrum Hof, das Teil des Onkologischen Zentrums ist. Studien zeigen, dass Patientinnen und Patienten, die in zertifizierten Onkologischen Zentren der Deutschen Krebsgesellschaft behandelt werden, von einer höheren Behandlungsqualität, besseren Überlebenschancen und längeren Überlebenszeiten profitieren.
Das Darmkrebszentrum Hof hat sich gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern auf die interdisziplinäre Behandlung von Darmkrebs spezialisiert. Verschiedene Fachabteilungen des Klinikums arbeiten dabei eng mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie weiteren Partnern wie ambulanten Diensten und Selbsthilfegruppen zusammen, um für jede Patientin und jeden Patienten eine individuell abgestimmte Therapie zu gewährleisten.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich im Rahmen des Gesundheitsvortrags „Von Vorsorge bis Hightech-OP – Moderne Medizin für Ihren Darm“ am Mittwoch, 7. Mai, um 18 Uhr im Sana Klinikum Hof umfassend informieren. Referenten sind Professor Dr. Oleg Vorontsov und Dr. Thomas Müller.
Dr. Thomas Müller, Chefarzt der Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie wird erläutern, ab welchem Alter und in welchen Abständen Vorsorgeuntersuchungen sinnvoll sind, welche Leistungen von den Krankenkassen übernommen werden und warum die Früherkennung eine entscheidende Rolle spielt. Durch die Entfernung von Polypen kann die Entstehung von Darmkrebs häufig vollständig verhindert werden. Da die Erkrankung lange ohne Beschwerden verläuft, ist die Vorsorge von besonderer Bedeutung.
Professor Dr. Oleg Vorontsov, Leitender Oberarzt, der Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie informiert über moderne Behandlungsmethoden und insbesondere über die robotisch assistierte Chirurgie mit dem Da-Vinci-System. Diese ermöglicht hochpräzise Eingriffe über kleinste Schnitte. Dadurch werden umliegende Gewebe geschont sowie Blutverlust und Schmerzen reduziert – mit dem Ergebnis einer schnelleren Erholung.
„Durch diese minimal-invasiven, robotisch unterstützten Verfahren können wir viele Operationen heute deutlich schonender durchführen als früher“, so Professor Vorontsov. „Das wirkt sich direkt auf die Genesung aus: Viele Patientinnen und Patienten sind bereits kurz nach dem Eingriff wieder mobil und können normal essen.“
In der Regel können die meisten Patientinnen und Patienten bereits nach wenigen Tagen in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden. Auch die Nachsorge erfolgt engmaschig: „Wir begleiten unsere Patientinnen und Patienten kontinuierlich und stellen die notwendigen Kontrollen sicher“, betont Vorontsov.
Darüber hinaus weist Professor Graeb darauf hin, dass die Deutsche Krebshilfe derzeit den Aufbau einer Koordinationsstelle für Oberfranken plant. Ziel ist es, künftig noch mehr Patientinnen und Patienten den Zugang zur hochspezialisierten Versorgung in zertifizierten Onkologischen Zentren zu ermöglichen.
Der Vortrag ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.