Wenn der Körper Fragen stellt: Endometriose, Myome und Wechseljahre verstehen
Am 11. März 2026 informiert um 18 Uhr im Sana Klinikum Hof Dr. Annett Feist, die Chefärztin der Frauenklinik, zu Wechseljahresbeschwerden und Frauenkrankheiten
„Über Geld spricht man nicht“, heißt es häufig. Doch es gibt etliche weitere Themen, die in unserer Gesellschaft selten angesprochen werden – beispielsweise Wechseljahresbeschwerden und manche Frauenkrankheiten. „Dabei ist es so wichtig, dass Betroffene wissen, sie sind damit nicht allein“, sagt Dr. Annett Feist, die neue Chefärztin der Frauenklinik am Sana Klinikum Hof.
Das Sana Klinikum lädt deshalb am Mittwoch, 11. März, um 18 Uhr zu einem Vortrag mit dem Titel „Wenn der Körper Fragen stellt: Endometriose, Myome und Wechseljahre verstehen“ ein. Der Vortrag selbst jedoch ist nur ein Teil der Veranstaltung. Die Ärztin möchte die Teilnehmerinnen vor allem dazu ermutigen, im Anschluss an „Gesprächsinseln“ ihr und ihren Kolleginnen Katherina Meissner und Dr. Erika Vojik Ulmanova Fragen zu stellen – und miteinander ins Reden zu kommen über Dinge, über die man selten spricht, und doch viel öfter sprechen sollte.
„Wechseljahresbeschwerden betreffen ungefähr 70 Prozent aller Frauen – und etwa ein Drittel davon sind behandlungsbedürftig“, ordnet Dr. Feist ein. Eines der wichtigsten Kriterium bei der Entscheidung, was behandlungsbedürftig ist und was nicht: „Die Lebensqualität. Wenn die Lebensqualität eingeschränkt ist, muss behandelt werden.“ Und was als einschränkend empfunden wird, sei von Frau zu Frau sehr unterschiedlich.
Wechseljahresbeschwerden, die oft schon mit Mitte 40 beginnen, lange bevor die Regelblutung ausbleibt, können neben den bekannten „Hitzewallungen“ über Gelenkschmerzen bis hin zu emotionalen Beeinträchtigungen reichen. „Viele Frauen waren schon bei diversen Ärzten, vom Internisten bis hin zum Psychologen – aber niemand kommt darauf, dass es sich um Wechseljahresbeschwerden handelt“, weiß Dr. Feist, die darauf hinweist, dass es sich im asiatischen Raum bei den Wechseljahren um einen positiv besetzten neuen Lebensabschnitt handelt.
Behandelt werden können Wechseljahresbeschwerden, je nach ihrer Intensität, mit Hormontherapie oder teilweise auch pflanzlichen Mitteln. Dabei seien vor allem natürliche, bioidentische Hormone, die chemisch genau den körpereigenen Hormonen entsprechen, sehr gut verträglich.
„Von Endometriose sind ebenfalls viele Frauen betroffen, und es werden immer mehr – aber manchmal dauert es bis zu sieben Jahre, bis sie die richtige Diagnose erhalten.“ Die Beschwerden der Betroffenen sind diffus, ähneln teilweise Regelschmerzen, Blasen- oder Darmbeschwerden. Oft sind sie mit Schlafstörungen und einem Müdigkeitssyndrom verbunden. „Deshalb ist es wichtig, zunächst einmal aufzuklären, was es für Symptome gibt und wie man diese am besten abklärt“, berichtet die Chefärztin.