Hameln-Pyrmont,
08
Januar
2026
|
11:45
Europe/Amsterdam

Winterwetter fordert Zentrale Notaufnahme

Zusammenfassung

Mit einem Kälteeinbruch steigt die Zahl der unfallbedingten Vorstellungen in der Notaufnahme erfahrungsgemäß deutlich an. So hat die Glätte auch zwischen den Feiertagen bereits zu einer deutlich erhöhten Auslastung der Zentralen Notaufnahme im Sana Klinikum Hameln geführt. „Wir hatten in dieser Zeit rund 15-20 Prozent mehr Patientinnen und Patienten als sonst“, sagt Dr. Ben Schwerdtfeger, Chefarzt der Zentralen Notaufnahme und ergänzt: „Das entspricht etwa 15 zusätzlichen Patientinnen und Patienten pro Tag, die wir aufgrund von Stürzen infolge der Glätte behandelt haben. Aktuell verzeichnet die Zentrale Notaufnahme ein regulär hohes Patientenaufkommen, ohne dass eine angespannte Lage besteht. Mit Blick auf den für Freitag angekündigten starken Wintereinbruch in ganz Niedersachsen sind wir auf ein mögliches erneut sehr hohes Patientenaufkommen vorbereitet. Dafür haben wir die Abläufe in der Notaufnahme angepasst und werden mit verstärkter pflegerischer und ärztlicher Mannschaft im Dienst sein. Auch die materiellen Kapazitäten wurden aufgestockt.“

Am häufigsten stellen sich bei winterlicher Wetterlage Betroffene nach Stürzen auf Eis und Schnee vor. Typische Verletzungen sind Brüche von Handgelenken, Unterarmen und Sprunggelenken, Schulterluxationen, Prellungen, Stürze mit komplexeren Verletzungsmustern sowie Schenkelhalsfrakturen. Auch Verletzungen an Knie, Oberarm und Ellbogen gehören zum typischen Bild winterbedingter Unfälle.  Wie schwer die Verletzungen nach einem Glatteisunfall ausfallen, hängt dabei nicht nur der Art des Sturzes ab, sondern auch vom Alter und von bestehenden Vorerkrankungen. „Je unglücklicher man stürzt, desto schwerwiegender sind die Verletzungen“, erklärt Dr. Schwerdtfeger. „Mehrfachverletzungen, etwa gleichzeitige Brüche von Arm und Bein, sind keine Seltenheit. Ebenso sehen wir regelmäßig Brüche am Sprung- und Handgelenk oder im Bereich des Schultergelenks, des Oberarms oder des Ellbogengelenks.“ Besonders schwerwiegend sind Verletzungen an Hüftgelenken, Becken und Wirbelsäule, die vor allem ältere Menschen betreffen. Neben altersbedingten Veränderungen spielen dabei auch langsamere Reflexe und eine erhöhte Sturzanfälligkeit eine Rolle.

„Mit unserer Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie sind wir für die Versorgung der Patientinnen und Patienten bestens aufgestellt. Dennoch kann es bei witterungsbedingt hohem Patientenaufkommen in der Zentralen Notaufnahme zu längeren Wartezeiten kommen, wofür wir um Verständnis bitten. Grundsätzlich empfehlen wir, bei Glätte nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben und unnötige Wege zu vermeiden. Wer dennoch unterwegs sein muss, sollte auf rutschfestes Schuhwerk achten, vorsichtig gehen und vorhandene Haltemöglichkeiten nutzen,“ so Dr. Ben Schwerdtfeger.

Auffahrt zur Notaufnahme

Auffahrt zur Zentralen Notaufnahme
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