Endoprothetik am Sana Klinikum Biberach erreicht höchste Qualitätsstufe
Die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie am Sana Klinikum hat einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht: Das bisherige Endoprothetikzentrum wurde erstmals als Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung (EPZmax) zertifiziert. Der Schritt zur höchsten Zertifizierungsstufe ist das Ergebnis einer kontinuierlichen Weiterentwicklung und starken Teamleistung.
Seit 2019 ist das Biberacher Klinikum als Endoprothetikzentrum zertifiziert. Seither wurde die Versorgung von Patienten mit Erkrankungen und Verletzungen der Gelenke kontinuierlich weiterentwickelt. Mit der Übernahme der chefärztlichen Leitung durch Dr. Christoph Riepl im April 2025 wurde diese Entwicklung konsequent fortgeführt. Gemeinsam mit dem bestehenden Team und den langjährigen Kooperationspartnern wurden Strukturen und Prozesse weiter vereinheitlicht, das operative Spektrum ausgebaut und insbesondere die Versorgung komplexer endoprothetischer Fälle gestärkt. So wurde das Leistungsspektrum unter anderem um die hochspezialisierte Versorgung von Knochenbrüchen an bereits implantierten Gelenkprothesen erweitert. Mehr als 1.300 Gelenkersatz- und Wechseloperationen wurden im vergangenen Jahr durch die am Zentrum beteiligten Operateure durchgeführt. Mit der Zertifizierung zum EPZmax erreicht diese Entwicklung nun die nächste Stufe.
„Dass wir den Schritt vom etablierten Endoprothetikzentrum zum Zentrum der Maximalversorgung geschafft haben, ist für uns eine wichtige Bestätigung des eingeschlagenen Weges“, so Chefarzt Dr. Riepl. „Vor allem aber ist diese Auszeichnung eine Teamleistung. Sie wäre ohne die tägliche Arbeit und das große Engagement unserer ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter, der Physiotherapie, des Sozialdienstes und aller weiteren beteiligten Bereiche ebenso wenig möglich wie ohne unsere langjährigen externen Partner und Hauptoperateure. Ihnen allen gilt mein ausdrücklicher Dank.“
Hohe Anforderungen an ein Zentrum der Maximalversorgung
Die Zertifizierung erfolgt nach den Qualitätsvorgaben der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) im Rahmen des EndoCert-Verfahrens. Bereits ein Endoprothetikzentrum muss umfangreiche Anforderungen an die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität erfüllen. Für ein Zentrum der Maximalversorgung gelten nochmals weitergehende Kriterien. Dazu zählen insbesondere eine hohe operative Erfahrung und Fallzahl, ausgewiesene Expertise bei komplexen Eingriffen und Wechseloperationen sowie besonders qualifizierte Hauptoperateure mit definierten Mindestoperationszahlen. Darüber hinaus werden eine entsprechende medizintechnische Ausstattung, die Qualifikation des gesamten Behandlungsteams, standardisierte Behandlungsabläufe und eine umfassende Qualitätssicherung vorausgesetzt. Im Rahmen des Audits prüfen unabhängige Fachexperten die Strukturen und Abläufe des Zentrums – von der Indikationsstellung über die Operation bis zur Nachbehandlung. „Ein EPZmax zeichnet sich nicht allein dadurch aus, dass viele Gelenke ersetzt werden. Entscheidend ist, dass auch anspruchsvolle Ausgangssituationen, Wechseloperationen und komplexe Verläufe mit der entsprechenden Erfahrung und den notwendigen Strukturen sicher behandelt werden können“, erläutert Dr. Riepl. „Genau diese Kompetenz haben wir in den vergangenen Monaten gezielt weiterentwickelt.“
Getragen wird das Endoprothetikzentrum von einem erfahrenen Netzwerk. Neben Chefarzt und Hauptoperateur Dr. Riepl sowie Zentrumskoordinator Dr. Samer Abuamriah gehören dazu die weiteren internen und externen Hauptoperateure Dmitry Schulz und Dr. Murat Teper sowie Dr. Thomas Mattes, Dr. Harald Bitschnau und Raymund Bay von der Sportklinik Ravensburg, PD Dr. Peter Keppler von der Gelenkpraxis Ulm und Dr. Sebastian Jung von der Orthopädischen und Chirurgischen Praxis Riedlingen. Gemeinsam gewährleisten sie die Versorgung nach einheitlichen Qualitätsstandards.
Mit neuer Sektionsleitung die Orthopädie weiterentwickeln
Parallel zur fachlichen Entwicklung hat das Sana Klinikum den Bereich auch personell weiter gestärkt. Seit Juli 2026 leitet Dr. Dirk Wernerus die neu geschaffene Sektion Orthopädie mit Endoprothetik innerhalb der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sporttraumatologie. Der Facharzt für Chirurgie sowie Orthopädie und Unfallchirurgie mit der Zusatzbezeichnung Spezielle Orthopädische Chirurgie war bereits als Senior-Hauptoperateur in einem Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung tätig und leitete zuletzt das Endoprothetikzentrum am Klinikum Memmingen. Diese umfassende fachliche und strukturelle Expertise bringt er nun als Zentrumsleiter des neuen EPZmax ein: „Ich bin zu einem sehr spannenden Zeitpunkt nach Biberach gekommen. Die Zertifizierung zeigt eindrucksvoll, welche Qualität und Erfahrung hier bereits vorhanden sind und was das Team in den vergangenen Jahren aufgebaut hat“, sagt Dr. Wernerus. „Daran möchte ich gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen anknüpfen. Die Zertifizierung zum EPZmax ist für uns nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein Auftrag, die erreichte Qualität zu sichern und die Endoprothetik konsequent weiterzuentwickeln. Dabei wollen wir unseren Patienten auch bei komplexen Eingriffen eine hochspezialisierte und zugleich individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Versorgung bieten.“
Für Dr. Riepl markieren die erfolgreiche Zertifizierung und die neue personelle Struktur wichtige Schritte für die Zukunft der Klinik: „Mit dem EPZmax haben wir einen bedeutenden Meilenstein erreicht. Gleichzeitig haben wir mit Dr. Wernerus einen ausgewiesenen Spezialisten gewonnen, der die Orthopädie und Endoprothetik künftig verantwortlich mitgestalten und ihr ein klares fachliches Profil geben wird. So verbinden wir gewachsene Strukturen mit neuer Expertise und setzen einen klaren Schwerpunkt innerhalb unserer Klinik.“
Weitere Informationen sind online unter www.sana.de/biberach sowie telefonisch unter 07351 55-7100/-7101 erhältlich.
Gemeinsam für eine hochwertige endoprothetische Versorgung: Dr. Harald Bitschnau, PD Dr. Peter Keppler, Dr. Thomas Mattes, Dr. Sebastian Jung, Marina Bischof (Qualitätsmanagement), Dr. Christoph Riepl, Dr. Dirk Wernerus, Dr. Samer Abuamriah (v.l.n.r.)
Über das Sana Klinikum Landkreis Biberach
Das Sana Klinikum Landkreis Biberach ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm und behandelt jährlich rund 18.500 stationäre Patientinnen und Patienten. Dazu kommen circa 45.900 ambulante Konsultationen. Das Zentralklinikum steht für eine qualifizierte medizinische Behandlung in zertifizierten Zentren und Abteilungen, verfügt über elf Fachabteilungen sowie 370 Betten und beschäftigt rund 1.200 Mitarbeitende. Als #1 Partner für Gesundheit sowie attraktiver Arbeitgeber in der Region übernimmt das Klinikum Verantwortung – für eine verlässliche, sektorenübergreifende Versorgung im ländlichen Raum. Träger ist zu 74,9 Prozent die Sana Kliniken AG und zu 25,1 Prozent der Landkreis Biberach.