Sana-Gesundheitsforum im September
Oberärztin Dr. Carola Gundermann informiert über nicht heilende Wunden
Im Rahmen des „Sana-Gesundheitsforums“ informiert das interdisziplinäre Ärzte- und Expertenteam des Biberacher Sana Klinikums regelmäßig über aktuelle medizinische Themen. Am Donnerstag, den 4. September 2025, referiert Dr. Carola Gundermann, Oberärztin der Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie und zertifizierte ärztliche Wundexpertin, ab 18.00 Uhr zum Thema „Nicht heilende Wunden – harmlos oder Zeichen einer Durchblutungsstörung?“.
Das Biberacher Sana Klinikum ist Zentralkrankenhaus für den Landkreis und Akademisches Lehrkrankenhaus der Universtität Ulm. Damit steht es für eine umfassende medizinische, therapeutische und pflegerische Versorgung von der Geburt bis zur Altersmedizin. Mit dem Gesundheitsforum möchten die Veranstalter diese Expertise an Interessierte und Betroffene weitergeben. Im Mittelpunkt der Vorträge stehen aktuelle medizinische Themen, Krankheitsbilder, Präventionsmaßnahmen sowie Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Damit sind die Vorträge für Menschen in allen Lebens- und Gesundheitsphasen interessant: Ob Patient, akut oder chronisch Erkrankter, Angehöriger oder Gesundheitsinteressierte. Im Anschluss an die Vorträge bleibt darüber hinaus genügend Zeit für Fragen an die Referenten sowie den Austausch untereinander.
Vortrag im September: „Nicht heilende Wunden – harmlos oder Zeichen einer Durchblutungsstörung?“
Wunden zählen zu den häufigsten Verletzungen im Alltag. In der Regel heilen sie innerhalb weniger Tage bis Wochen von selbst. Bleibt die Heilung jedoch aus, ist das ein ernstzunehmendes Warnsignal. „Die Wundheilung ist ein komplexer Vorgang, bei dem der Körper versucht, die Haut als natürliche Schutzbarriere wiederherzustellen“, erklärt Dr. Carola Gundermann. Eine entscheidende Voraussetzung für die erfolgreiche Heilung ist eine gute Durchblutung. Nur so kann das Gewebe mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Häufige Ursachen für schlecht heilende Wunden sind Durchblutungsstörungen – etwa die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), auch bekannt als „Schaufensterkrankheit“. Besonders an den Beinen und Füßen entstehen dadurch Wunden, die nur langsam oder gar nicht heilen. Neben arteriellen Erkrankungen spielen auch venöse Störungen eine große Rolle. Defekte Venenklappen führen zu Blutstauungen, Schwellungen und einem erhöhten Druck auf das Gewebe. „Über Jahre hinweg kann das zu chronischen Wunden – dem sogenannten „offenen Bein“ – führen.“
Ein bewährtes Mittel zur Behandlung venöser Beschwerden ist die Kompressionstherapie. Doch „bevor mit der Kompression begonnen wird, muss sichergestellt sein, dass die arterielle Durchblutung ausreicht“, betont Gundermann. „Andernfalls kann sich die Wundsituation verschlechtern.“ Auch weitere Faktoren wie Diabetes, Herzinsuffizienz oder Nikotinkonsum können die Heilung verzögern. Umso wichtiger ist eine gute Einstellung dieser Grunderkrankungen und ein gesunder Lebensstil.
Umfassende Diagnostik und Versorgung von chronischen Wunden
Die Klinik für Gefäß- und Endovaskularchirurgie am Biberacher Zentralkrankenhaus bietet ein umfassendes diagnostisches und therapeutisches Spektrum bei chronischen Wunden. Bei Verdacht auf Durchblutungsstörungen erfolgt zunächst eine gezielte Untersuchung mittels Ultraschall, Laufbandtest oder Gefäßdruckmessung. „Auf dieser Basis legen wir gemeinsam mit dem Patienten die geeignete Behandlung fest.“ Die Therapie kann Maßnahmen zur Durchblutungsförderung, Entstauung oder Wundreinigung umfassen. Je nach Bedarf kommen dabei Verfahren wie Ultraschall-Debridement, operative Wundsäuberung, Madenbehandlung oder auch Hautverpflanzungen zum Einsatz. In der spezialisierten Wundsprechstunde werden Patientinnen und Patienten außerdem ambulant begleitet, zur Wundpflege beraten und Hausärzte und Pflegedienste eng in die interdisziplinäre Versorgung eingebunden. „Unser Ziel ist es, nicht nur die Wunde zu behandeln, sondern die Ursachen zu erkennen und ganzheitlich zu therapieren“, so Gundermann.
Veranstaltungsdetails
Wann: Donnerstag, 4. September 2025 | 18.00 Uhr
Wo: Sana Klinikum Landkreis Biberach
Veranstaltungsraum 1 (EG)
Marie-Curie-Straße 4 | 88400 Biberach
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei; die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Interessierte können sich bis zum Vortag der Veranstaltung per E-Mail unter gesundheitsforum.bc@sana.de oder telefonisch unter 07351 55-9000 anmelden.
Oberärztin und zertifizierte ärztliche Wundexpertin Dr. Carola Gundermann informiert am 4. September über nicht heilende Wunden.
Über das Sana Klinikum Landkreis Biberach
Das Sana Klinikum Landkreis Biberach ist ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Ulm und behandelt jährlich rund 18.800 stationäre Patientinnen und Patienten. Dazu kommen über 45.600 ambulante Konsultationen. Das Zentralklinikum steht für eine qualifizierte medizinische Behandlung in zertifizierten Zentren und Abteilungen, verfügt über elf Fachabteilungen sowie 370 Betten und beschäftigt rund 1.100 Mitarbeitende. Träger ist zu 74,9 Prozent die Sana Kliniken AG und zu 25,1 Prozent der Landkreis Biberach.