
Warum nehmen Menschen Dinge unterschiedlich wahr? Warum fühlen und verhalten sie sich unterschiedlich? Und welche Rolle spielen dabei unser Gehirn, unsere Emotionen und unsere Psyche?
Solche Fragen beschäftigen Baasansuren Chuluunbaatar schon lange. Heute studiert sie Psychologie im Master mit der Vertiefung Arbeits-, Organisations- und Gesundheitspsychologie. Im Team Recruiting & Employer Branding bei Sana kennen sie die meisten allerdings unter einem anderen Namen: Baska.
Geboren und aufgewachsen ist sie in der Mongolei. Der Wunsch, eines Tages in Deutschland zu studieren, entstand schon früh. „Schon als Kind hat mich das deutsche Bildungssystem sehr beeindruckt“, erzählt sie. Sie wollte sich selbst herausfordern, neue Erfahrungen sammeln und möglichst viel Wissen mitnehmen.
Psychologie passte dazu. Besonders die Vielfalt des Fachs faszinierte sie: Menschen und ihr Verhalten verstehen, unterschiedliche Perspektiven kennenlernen und später in ganz verschiedenen Bereichen arbeiten können. Nach ihrem Bachelor in Psychologie entschied sie sich deshalb für den Master und eine Vertiefung, die psychologische Fragestellungen stärker mit der Arbeitswelt und dem Gesundheitsbereich verbindet.
Doch irgendwann reicht Theorie allein nicht mehr. Baska wollte erleben, wie das, was sie an der Universität lernt, in der Arbeitswelt tatsächlich funktioniert. Und weil ihr Master einen Schwerpunkt im Gesundheitsbereich hat und sie sich auch persönlich für medizinische Themen interessiert, suchte sie gezielt nach einer Werkstudentenstelle in diesem Umfeld.
So kam sie zu Sana.
Seit rund sechs Monaten unterstützt Baska das Team Recruiting & Employer Branding. Bei ihrer Suche war ihr wichtig, Studium und Job nicht nur zeitlich miteinander vereinbaren zu können. Auch inhaltlich sollte beides zusammenpassen.
Gleichzeitig wollte sie sich gerade noch nicht auf einen einzigen Bereich festlegen. „Ich wollte gerne verschiedene Einblicke bekommen und unterschiedliche Aufgaben kennenlernen“, sagt sie.
Genau diese Möglichkeit fand sie bei Sana. Besonders spannend war für sie von Beginn an die Verbindung von Recruiting und Employer Branding. Schon aus einer früheren Tätigkeit in einer anderen Branche wusste sie, dass beispielsweise die Suche nach Ärzten besonders anspruchsvoll sein kann. Heute erlebt sie selbst, wie Recruiting in diesem Bereich funktioniert und welche Rolle Employer Branding dabei spielt.
Ihre ersten Tage sind ihr trotzdem nicht wegen schwieriger Vakanzen oder neuer Recruiting-Tools in Erinnerung geblieben. Sondern wegen des Teams. „Ich wurde von allen sehr herzlich willkommen geheißen und habe sogar ein paar süße Willkommensgeschenke bekommen“, erzählt sie. Ihre Betreuerin Anna arbeitete sie Schritt für Schritt ein. Aus anfänglicher Neugier und Aufregung wurde deshalb schnell das Gefühl, angekommen zu sein.
Was eine Werkstudentin im Recruiting & Employer Branding eigentlich macht? Bei Baska gibt es darauf keine einzelne Antwort.
Sie unterstützt flexibel dort, wo im Team gerade zusätzliche Kapazitäten gebraucht werden, übernimmt Recherchen und arbeitet im Active Sourcing mit. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Stellen, die schwierig zu besetzen sind, beispielsweise im ärztlichen Bereich. Gemeinsam wird dann auch überlegt, wie Recruiting und Employer Branding zusammenspielen können, um mehr Reichweite zu schaffen und passende Kandidaten zu erreichen.
„Am Ende haben wir alle das gleiche Ziel: die richtigen Leute zu finden und die Stellen gut zu besetzen“, beschreibt Baska die Zusammenarbeit. Sie unterstützt das Team dabei, lernt aber gleichzeitig selbst jeden Tag dazu.
Ein Beispiel ist ihre Arbeit im Active Sourcing. Baska recherchiert potenzielle Kandidaten und spricht sie direkt an. Dabei lernt sie unterschiedliche Plattformen und ihre Besonderheiten kennen. Neben LinkedIn und XING arbeitet sie inzwischen beispielsweise auch mit Indeed und erlebt, wie unterschiedlich die Möglichkeiten der Kandidatenansprache sein können.
Zuletzt beschäftigte sie sich unter anderem intensiv mit der Radiologie und recherchierte gezielt nach Fachärzten aus diesem Bereich. Welche Aufgaben gerade Priorität haben, stimmt sie zu Beginn der Woche mit ihrer Betreuerin Anna ab. Anschließend bearbeitet sie ihre Themen weitgehend selbstständig.
Eine ihrer ersten größeren Aufgaben führte Baska allerdings noch einmal in eine andere Richtung. Sie arbeitete an einer konzernweiten LinkedIn-Kampagne zur Besetzung ärztlicher Vakanzen mit.
Dafür recherchierte sie für unterschiedliche medizinische Fachrichtungen, wie viele Sana Kliniken in den jeweiligen Bereichen tätig sind und welche Besonderheiten die einzelnen Fachgebiete und Standorte auszeichnen. Für jemanden, der gerade erst im Unternehmen angefangen hatte, eröffnete sich damit ziemlich schnell die Dimension des Sana Konzerns.
„Mich hat besonders beeindruckt, wie viele Kliniken zu Sana gehören und wie unterschiedlich und speziell die einzelnen Standorte sind“, erzählt Baska. Gleichzeitig war es für sie etwas Besonderes, schon bei ihrer ersten großen Aufgabe an einem konzernweiten Projekt mitarbeiten zu können. „Dadurch habe ich auch gemerkt, dass damit eine gewisse Verantwortung verbunden ist.“
Genau diese Verantwortung ist ihr wichtig. Bei Aufgaben, deren Hintergrund und Ziel sie verstanden hat, möchte sie nicht einfach nur Vorgaben abarbeiten. Sie bringt eigene Überlegungen ein und versucht dabei, unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen.
Besonders gut gelingt ihr das bei einem Thema, das ihr ohnehin liegt: Recherche.
Inzwischen geht es dabei nicht mehr ausschließlich darum, Informationen zusammenzutragen. Bei einem aktuellen Projekt analysiert das Team beispielsweise auch LinkedIn-Beiträge und betrachtet, wie diese bei den Nutzern ankommen, welche Reichweiten sie erzielen und was sich aus den Daten ableiten lässt. Baska kann selbst überlegen, welche Aspekte für die Analyse interessant sein könnten. „Ich bin sehr gespannt, was wir aus den Daten und Zahlen herausfinden können.“
Natürlich hilft Baska ihr Psychologiestudium bei ihrer Arbeit. Trotzdem gibt es Dinge, die sich nur schwer in einem Seminarraum lernen lassen.
„Auf jeden Fall die praktische Erfahrung und die echte Kommunikation mit Kandidatinnen und Kandidaten“, sagt sie auf die Frage, was ihr der Werkstudentenjob vermittelt, das die Universität so nicht leisten könnte.
Im Studium arbeitet sie zwar ebenfalls mit anderen zusammen, beispielsweise in Seminaren und Gruppenarbeiten. Im Berufsalltag erlebt sie jedoch erstmals, wie Zusammenarbeit unter realen Bedingungen funktioniert: Aufgaben müssen abgestimmt, Fristen eingehalten, Informationen weitergegeben und gemeinsam Lösungen gefunden werden.
„Ich finde, dass man im Arbeitsalltag noch viel besser erlebt, wie echte Teamarbeit funktioniert und wie man miteinander kommuniziert.“ Für ihre berufliche Zukunft ist genau das eine Erfahrung, die sie nicht missen möchte.
Dass sie als Werkstudentin weniger Stunden arbeitet als ihre Kollegen, spielt für ihr Zugehörigkeitsgefühl kaum eine Rolle. „Obwohl ich nicht in Vollzeit arbeite, habe ich nicht das Gefühl, dass ich etwas verpasse oder nicht richtig dazugehöre.“
Dabei hilft ihr auch das Buddy-System mit Anna. Sie hat eine feste Ansprechpartnerin, bekommt viel aus dem Team mit und weiß gleichzeitig, an wen sie sich wenden kann, wenn Fragen auftauchen. Für Baska ist das wichtiger, als sie vor ihrem Einstieg vielleicht gedacht hätte. Denn sie hat inzwischen festgestellt, dass Arbeitsstress nicht allein davon abhängt, wie viel Arbeit auf dem Schreibtisch liegt. Ebenso entscheidend seien das Umfeld, die Zusammenarbeit und die Möglichkeit, selbstständig zu arbeiten.
Ein Masterstudium und einen Werkstudentenjob gleichzeitig zu stemmen, hat Baska zunächst durchaus beschäftigt. „Am Anfang hatte ich ehrlich gesagt etwas Angst, ob ich Studium und Arbeit gut unter einen Hut bekomme.“
Gerade in Klausurphasen können Vorlesungen, Seminare, Präsentationen und Prüfungsvorbereitung schnell zusammenkommen. Im vergangenen Semester arbeitete Baska trotzdem an zwei bis drei Tagen pro Woche und schaffte es sogar, weiterhin Zeit für ihren Sport einzuplanen.
Entscheidend war für sie die Möglichkeit, ihre Arbeit flexibel mit dem Studium abzustimmen. Ihr Urteil fällt entsprechend eindeutig aus: „Für die Flexibilität würde ich auf jeden Fall 10 von 10 Punkten geben.“ Ohne diese Freiheit wäre es deutlich schwieriger gewesen, beides miteinander zu verbinden.
Für einen Werkstudentenjob ist das aus ihrer Sicht aber nur ein Teil dessen, was zählt. Ebenso wichtig ist ihr die Möglichkeit, tatsächlich etwas auszuprobieren, selbstständig zu arbeiten und eigene Ideen einzubringen. Denn genau dafür ist diese Phase ihres Berufswegs da: herauszufinden, welche Aufgaben und Themen langfristig zu ihr passen.
Eine fertige Antwort auf die Frage, was sie nach ihrem Master machen möchte, hat Baska deshalb noch nicht. Und genau das findet sie völlig in Ordnung.
„Ich bin genau in dieser Phase, in der ich herausfinden möchte, in welche Richtung ich nach dem Studium tiefer gehen möchte“, sagt sie. Der Werkstudentenjob hilft ihr dabei, mögliche Wege nicht nur theoretisch zu betrachten, sondern im Arbeitsalltag kennenzulernen.
Eine Richtung hat inzwischen allerdings deutlich an Reiz gewonnen: der Gesundheitsbereich. Besonders das Recruiting von Ärzten empfindet Baska als spannend. Die Suche sei herausfordernd, gleichzeitig aber wichtig und notwendig. Durch ihre praktische Arbeit habe sich ihr Interesse daran noch einmal verstärkt.
Vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Erfahrungen, die ein Werkstudentenjob bieten kann. Er muss nicht schon die endgültige Antwort auf die eigene berufliche Zukunft liefern. Er kann dabei helfen, die richtigen Fragen zu stellen, Interessen auszuprobieren und herauszufinden, welche Arbeit einem wirklich liegt.
Baska ist mitten in diesem Prozess.
Anderen Studenten, die überlegen, sich bei Sana auf eine Werkstudentenstelle zu bewerben, würde sie die Erfahrung deshalb weiterempfehlen. Sie schätzt die unterschiedlichen Aufgaben, die Flexibilität und vor allem die Möglichkeit, selbstständig an Projekten zu arbeiten und eigene Ideen einzubringen.
Besonders wichtig bleibt für sie aber das Zusammenspiel aus Eigenständigkeit und Team. „Ich glaube, diese Kombination aus Eigenständigkeit, Teamarbeit und Flexibilität muss man im Arbeitsleben einfach erlebt haben.“
Für Baska ist ihr Werkstudentenjob damit weit mehr als ein Nebenjob während des Studiums. Er ist die Möglichkeit, aus theoretischem Wissen praktische Erfahrung zu machen, Verantwortung auszuprobieren und Schritt für Schritt herauszufinden, wie ihr eigener beruflicher Weg nach dem Master aussehen könnte.
Und vielleicht passt genau das zu dem Wunsch, mit dem sie einst aus der Mongolei nach Deutschland kam: sich selbst herauszufordern, neue Erfahrungen zu sammeln und möglichst viel zu lernen.